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Credit Suisse Group "marketperform" 22.11.2001
Hornblower Fischer
Die Analysten von Hornblower Fischer stufen die Aktien von der Credit Suisse Group (WKN 876800) auf "marketperform" herunter.
Mit den am Dienstag vorgelegten Q3-Zahlen habe die Credit Suisse Group die vor wenigen Wochen kommunizierte Einschätzung, wonach sich das Umfeld in nahezu allen Geschäftsfeldern in den vergangenen drei Monaten deutlich verschlechtert habe. Obgleich das Gruppenergebnis im Rahmen der reduzierten Erwartungen ausgefallen sei, sei die Performance einzelner Segmente teilweise noch schlechter aus als zunächst angenommen ausgefallen. Zweifelsohne hätten kapitalmarktsensitive Banken wie Credit Suisse, UBS und Deutsche Bank stärker unter der rückläufigen Entwicklung an den Aktienmärkten gelitten als jene, die defensivere Ertragsströme aufweisen gelitten.
Trotzdem sind die Analysten von Hornblower Fischer der Ansicht, dass die Probleme bei der CS Group zunehmend unternehmens- und nicht nur marktspezifischer Natur sind. Während zumindest die Geschäftsfelder CSFS und CASM noch einen operativen Gewinn ausweisen konnten, habe sich der Abschwung bei der Investmentbanking-Tochter CSFB im 3. Quartal noch beschleunigt. Im personalintensivsten Geschäftsfeld sei das Institut tief in die roten Zahlen gerutscht. Exklusive Amortisation und Goodwill habe CSFB im 3. Quartal einen operativen Reinverlust von 204 Mio. CHF erwirtschaftet, nach einem Gewinn von 443 Mio. CHF in der Vorperiode. Neben den gesunkenen Erträgen im Aktiengeschäft und Investmentbanking (-46% bzw. –25% gg. Dem 2. Quartal) habe das im Vergleich zur Konkurrenz hohe Compensation-Ratio das Ergebnis deutlich belastet.
Die Skepsis der Analysten von Hornblower Fischer beruht vor allem darauf, dass die Ertragsentwicklung im Gegensatz zur Konkurrenz seit mehreren Quartalen rückläufig ist. Da das Management auch im laufenden Quartal mit keiner operativen Verbesserung bei CSFB rechne, gehen die Analysten von Hornblower Fischer erst im Laufe des ersten Quartals 2002 mit einer aufsteigenden Ertragsentwicklung aus. Nach Einschätzung von Hornblower Fischer verbindet die Führungsmannschaft die künftige fundamentale Entwicklung von CSFB zu stark mit der gegenwärtig starken Positionierung in den M&A-Leage-Tables. Vor dem Hintergrund der hohen Marktanteile (24% bei Global M&A’s bzw. 34% bei US M&A’s) machedie Gruppe sich offenbar berechtigte Hoffnungen von einer Erholung in diesem ertragsreichen Segment überproportional profitieren zu können. Angesichts des düsteren Konjunkturumfelds beiderseits des Atlantiks, der deutlich gesunkenen Bewertungen und der geringen Risikoneigung seitens der Investoren rechnen die Analysten von Hornblower Fischer nicht vor der Jahresmitte 2002 mit einer spürbaren Erholung sowohl an der M&A- als auch an der IPO-Front.
Damit könnte das Ziel, CSFB möglichst schnell "on track" zu bringen, konterkariert werden. Zumal mit der Personalreduktion nicht nur ein "Know how"-Verlust sonder auch rückläufige Erträge einkalkuliert werden müssten. Da die CS Group innerhalb der Peer Group mit das zyklischste Investmentbanking aufweise, ziehen die Analysten von Hornblower Fischer unter den gegenwärtigen Bedingungen Wettbewerber mit defensiveren Ertragsströmen wie UBS, Morgan Stanley und Citigroup vor.
Angesichts der zurückliegenden Performance, nach ihrer letzten Empfehlung ist die Aktie um 33% gestiegen, stufen die Analysten von Hornblower Fischer das Papier von "outperform" auf "marketperform" zurück. Zudem sei die Aktie mit einem 2002er KGV von 15 bzw. einem P/B-Verhältnis von 2,6 vergleichsweise teuer. Das mittelfristige Kursziel belasse man bei 75 Euro.
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