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A-TEC Industries Tradingchance 13.09.2007
Antizyklischer Börsenbrief
München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Antizyklischer Börsenbrief" empfehlen die Aktie von A-TEC Industries (ISIN AT00000ATEC9 / WKN A0LFDH) als Tradingchance.
Manchmal kämen Unternehmen unter die Räder, weil der Firmenboss, ausgerechnet, es nicht so genau genommen habe mit Recht und Gesetz. Die Anleger würden den betreffenden Titel dann in der Regel konsequent abstrafen. Und zwar auch dann, wenn abzusehen sei, dass die Verfehlungen des Vorstands zwar unschön seien, die weitere operative Entwicklung des Konzerns auf längere Sicht aber nicht beeinträchtigen würden. So ein Fall könnte bei dem österreichischen Maschinen- und Anlagenbauer A-TEC Industries vorliegen.
Der Konzern mit Sitz in Wien sei in den Bereichen Anlagenbau, Antriebstechnik, Maschinenbau sowie Metallverarbeitung tätig. Die Gruppe beschäftige 11.000 Mitarbeiter und unterhalte Niederlassungen in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Spanien, Italien, Kroatien, Tschechien, der Slowakei, Großbritannien, Serbien, Polen, den USA, Australien, Indien und China. Im Geschäftsjahr 2006 sei ein Umsatz von 1,6 Milliarden Euro erwirtschaftet worden. Keine Pommesbude also...
Doch kürzlich sei es zu Turbulenzen in der Führungsriege gekommen, die den Aktienkurs auf Talfahrt geschickt hätten: Der Vorstandsvorsitzende Mirko Kovats stehe im Verdacht, zusammen mit zwei Komplizen bei den Vermögenswerten einer Firma "gemauschelt" und diese vorsätzlich in Konkurs geschickt zu haben. Die Gläubiger dieser bankrotten Firma, die SCS Immobilienverwaltung GmbH, die Shopping Center Planungs- und Entwicklungsgesellschaft sowie die Erste Bank als Kreditgeberin, allesamt in Österreich ansässig, sollten dadurch geschädigt worden sein. Es gehe um einen Schaden in Höhe von 232.000 Euro. Die Verhandlungen fänden am 17. und 19. September statt.
Das klinge nicht gut. Allerdings müsse man die Kirche im Dorf lassen: Mit einem Börsengewicht von fast 1 Milliarde Euro und angepeilten Umsätzen für das laufende Jahr in Höhe von 2,1 Milliarden, habe man es hier mit einem gut aufgestellten Konzern mittlerer Größe zu tun. Selbst für den Fall, dass der Vorstandsvorsitzende hinter schwedische Gardinen wandern sollte, bei einer Verurteilung würden bis zu zehn Jahre Haft drohen, dürften sich die Geschäfte auch weiterhin positiv entwickeln: Die Auftragslage jedenfalls spreche dafür: Erst kürzlich habe der Konzern für das zweite Quartal 2007 beeindruckende Geschäftszahlen vorlegen können. Der Auftragseingang sei im Jahresvergleich um 39 Prozent auf 570,4 Millionen Euro gestiegen. Der Auftragsüberhang habe eine Rekordhöhe von 2 Milliarden Euro erreicht. Für 2007 habe das Management die Umsatz-Vorgabe von 2 Milliarden Euro auf 2,1 Milliarden angehoben. Die EBIT-Marge werde mit bis 5,5 Prozent prognostiziert.
Wegen der Turbulenzen um den Firmenboss ergebe sich im Branchenvergleich derzeit ein Bewertungsabschlag von bis zu 30 Prozent. Das würden die Analysten für übertrieben halten. Auf Basis der aktuellen Geschäftszahlen sei für das kommende Jahr mit einem Gewinn je Aktie von rund 14,50 Euro zu rechnen. Daraus ergebe sich für 2008 ein KGV von etwa 8,9.
Aus charttechnischer Sicht sei jedoch noch Vorsicht geboten: Während der allgemeinen Börsenschwäche im August sei der Aktienkurs unter die wichtige Marke von 150 Euro gerutscht. Die jüngste Erholung verlaufe in Form einer bärischen Flagge. Es sei daher gut möglich, dass es in Kürze nochmals ein Stück abwärts gehe. Knapp oberhalb von 100 Euro sei übrigens noch eine Kurslücke offen. Ein Abstauberlimit in dieser Zone würde Sinn machen: Sollte es in den kommenden Wochen zu einem Ausverkauf an den Börsen kommen, stünden die Chancen nicht schlecht, in diesem Bereich zum Zug zu kommen. Für langfristig agierende Value-Anleger würden die Experten hier eine interessante Chance heranreifen sehen. Angesichts der kritischen charttechnischen Verfassung würden die Experten mit einem Einstieg aber noch abwarten. Die Aktien würden an der Wiener Börse gehandelt, aber auch in Franfurt gebe es ausreichende Umsätze.
Die A-TEC Industries-Aktie empfehlen die Experten von "Antizyklischer Börsenbrief" als Tradingschance. (Ausgabe 09/2007 vom 12.09.2007) (13.09.2007/ac/a/a)
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