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voestalpine unter der Lupe


06.09.2007
FOCUS-MONEY

München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "FOCUS-MONEY" nehmen die Aktie von voestalpine (ISIN AT0000937503 / WKN 897200) genauer unter die Lupe.

Wie die Experten berichten würden, bringe die Stahlproduktion des neuen Wirtschaftsgiganten China Wolfgang Eder nicht aus der Ruhe. Erstens sei Stahl made in China wegen hoher Transportkosten eigentlich nicht konkurrenzfähig, zweitens von minderer Qualität und drittens werde sich daran auch so bald nichts ändern. "Was China angeht, bin ich ganz gelassen", sage der Unternehmenschef von voestalpine.


Eder habe sich diese Gelassenheit erarbeitet - und erkauft. Seit dem er vor drei Jahren die Leitung des in Linz ansässigen Konzerns, der bis 1995 Eigentum des Staates gewesen sei, übernommen habe, treibe er den Umbau voran: weg vom einfachen Metall, hin zu High-Tech-Stahl und -Produkten.

Die Stahldivision trage lediglich noch rund die Hälfte zum Umsatz bei. Vor zehn Jahren seien es noch 70 Prozent gewesen. Die drei Verarbeitungssparten Bahnsysteme, Automotive und Profilform würden immer wichtiger. Eder wolle mit Milliardenzukäufen das Geschäft weiter diversifizieren. Die Stahldivision sollte auf mittlere Sicht nur noch 40 Prozent zum Umsatz beitragen.

Die laufende Übernahme von Böhler-Uddeholm sei der neueste Coup von Wolfgang Eder. Er wolle rund 3,5 Mrd. Euro für den Werkzeugstahl-Spezialisten bezahlen. Und die nächste Akquisition sei nur eine Frage der Zeit. Im Gespräch mit den Experten von "FOCUS-MONEY" habe Eder verlauten lassen, dass dem Unternehmen im Jahr 500 Mio. Euro zur Verfügung stünden. Die Einschränkung seien nicht die finanziellen Mittel, sondern die Managementkapazitäten und Integrationsfähigkeiten. "Unser Ziel ist es, in jeder Sparte in den Kernbereichen zu den globalen oder zumindest europäischen Top-3-Anbietern zu werden", so Eder. Nachhaltig solle die EBIT-Marge für den Gewinn vor Steuern und Zinsen zwischen 10 und 15 Prozent liegen.

Nach Meinung der Experten von "FOCUS-MONEY" machen Milliardenzukäufe den einstigen Staatsbetrieb voestalpine zu Österreichs Börsenstar. Anleger sollten zur Absicherung einen Stoppkurs bei 51,50 Euro platzieren. (Ausgabe 37) (06.09.2007/ac/a/a)




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