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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 185,98 $ |
183,25 $ |
+2,73 $ |
+1,49 % |
21.04/22:10 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| US1667641005 |
852552 |
- $ |
- $ |
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Chevron halten 05.07.2007
HSH Nordbank AG
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der HSH Nordbank AG stufen die Aktie von Chevron (ISIN US1667641005 / WKN 852552) unverändert mit dem Rating "halten" ein.
Chevron habe für 2006 mit +6% über den stärksten Anstieg der Öl- und Gasproduktion innerhalb der Peer Group berichtet. Allerdings sei dieser Zuwachs fast ausschließlich auf die erstmals vollständige Konsolidierung der im August 2005 übernommenen Unocal zurückzuführen. Das Jahr 2007, in dem die Analysten einen Rückgang der Förderung um 2,0% erwarten würden, spiegele die vergleichsweise hohen Altersablaufraten infolge der Konzentration auf die Regionen Golf von Mexiko und Westafrika deutlich besser wider. Mehrere Finanzierungsentscheidungen sowie erfolgreiche Bohrungen hätten das mittelfristige Produktionsprofil jedoch verbessert.
Ab 2008 dürfte die breite Basis an Projekten wieder zum organischen Wachstum führen. Die Analysten würden für den Zeitraum 2006 bis 2011 mit einem durchschnittlichen Zuwachs um 2,6% p.a. rechnen. Die neuen Projekte würden vor allem im Tiefwasser-Bereich des Golfs von Mexiko, in Asien und in der Region um das Kaspische Meer liegen. Längerfristig arbeite Chevron auch an unkonventionellen Projekten wie Ölsand in Kanada sowie Gas-to-Liquids in Australien, Nigeria und Katar. Allerdings bedeute diese Projektpipeline hohe Investitions- und Produktionskosten, die somit die Profitabilität des Upstream-Geschäftes in mittlerer Zukunft eher unterdurchschnittlich bleiben lassen würden.
Auch im Downstream-Bereich erwirtschafte Chevron schwächere Renditen als die Konkurrenz, da das Unternehmen stärker auf dem relativ margenarmen US-Tankstellenmarkt sowie in Asien vertreten sei. Diesem Problem wolle das Unternehmen durch Investitionen in den Ausbau der Stabilität und der Komplexität der eigenen Raffinerien, d. h. der stärkeren Nutzbarkeit billigerer, dafür aber aufwendiger zu verarbeitender Rohöle, entgegentreten.
Außerdem habe sich Chevron mit 5% an der indischen Reliance beteiligt, die derzeit die sechsgrößte Raffinerie der Welt mit einer Kapazität von 580 Tsd. bpd baue (geplanter Start-Termin: Dezember 2008), und besitze eine Kaufoption über weitere 24%. Insgesamt würden die Analysten Chevron im asiatischen Wachstumsmarkt gut positioniert sehen, wobei durch die vielen Aus- und Neubauprojekte im Raffineriesektor in dieser Region auch das größte Risiko von Überkapazitäten im Laufe der kommenden Jahre bestehe.
Die hohen Raffinerie-Margen auf dem amerikanischen Heimatmarkt hätten die Konsens-Gewinnschätzungen für Chevron über die vergangenen 12 Monate um etwa 10% anziehen lassen. Die Wachstumsfantasie in Asien und die verbesserten Aussichten im Upstream-Geschäft hätten das Sentiment zusätzlich untermauert. Dies habe zu einer beeindruckenden Kursperformance von fast 47% geführt.
Auf dem jetzt erreichten Kursniveau würden die Analysten das Potenzial jedoch als ausgeschöpft ansehen. Ihre Bewertungsmodelle würden einen fairen Wert von knapp 85 USD implizieren. Sie würden zwar bis zum Ende des Jahres 2007 eine weitere Abschwächung des US-Dollar gegenüber dem Euro erwarten, was die Performance aus der Sicht eines hiesigen Investors einschränke. Mit Blick auf den Empfehlungszeitraum von 12 Monaten würden sie jedoch von einer per saldo unveränderten Währungssituation ausgehen.
Die Analysten der HSH Nordbank AG empfehlen daher, die Chevron-Aktien weiterhin zu halten. (Analyse vom 05.07.2007) (05.07.2007/ac/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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