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ABB übergewichten


25.10.2001
Helaba Trust

Die Analysten von Helaba Trust bewerten die ABB-Aktie (WKN 919730) mit "übergewichten".

Das im Zuge des Managementwechsels zu Jahresbeginn entworfene, völlig neue Organigramm sei inzwischen verwirklicht worden. Vier Segmente belieferten einzelne Kundengruppen, nämlich Energieversorger (Anteil Auftragseingang 1.-3. Quartal 2001: 22%), Prozessindustrien (12%), Fertigungs- und Konsumgüterindustrien (12%) sowie Öl/Gas/Petrochemie (12%). Zwei Sparten böten diesen und externen Abnehmern mit Strom- (15%) und Automatisierungstechnik (18%) an. Als Querschnittsfunktion, die in zunehmendem Maße auch Dritte bediene, hätten Finanzdienstleistungen (6%) immer größeres Gewicht. Bis 2005 solle diese Struktur ein Umsatzwachstum von 6% pro Jahr generieren. Beim EBIT sei eine Zielmarke von 9-10% (2000: 6%) gesetzt werden.


Das dritte Quartal habe ein insgesamt gemischtes Bild geliefert. Dem überraschend hohen Umsatzwachstum von 12% gegenüber dem Vorjahr habe eine Halbierung der EBIT-Marge von 4,8% auf 2,4% gegenüber gestanden. Entsprechend bescheiden sei das Nettoergebnis mit nur 38 Mio. US-Dollar ausgefallen. Im 4. Quartal werde sich daran wenig ändern. Schließlich sollten Restrukturierungsmaßnahmen vorgezogen werden, die eine Zusatzbelastung von 150-200 Mio. US-Dollar darstellen könnten. Den getrübten Ausblick des Unternehmens auf das Gesamtjahres-EBIT (bereinigt um Buchgewinne: -10%) habe die Aktie wie vermutet längst eskomptiert. Offenbar werde jetzt allmählich der Blick auf die strategischen Ertragspotentiale frei. Die Charttechnik spreche jedenfalls inzwischen von einer Trendwende.

Die Ergebnisprognose für 2002 habe man noch einmal leicht korrigiert. Vorzeiheffekte beim Zahlungsmittelzufluss, die im 4. Quartal für eine Eindämmung der Nettoschulden in Höhe von 0,5-1,0 Mrd. US-Dollar sorgen sollten, begrenzten nämlich 2002 das Wachstum des Cash flows und somit den Schuldenabbau. Gleichzeitig müsse mit zusätzlichen Dotierungen der Rückstellungen für Asbestschäden in den USA gerechnet werden. Mit voller Wirkung des Cost Cutting im Rücken dürfte 2003 ein Niveau bis etwa 18 Schweizer Franken angepeilt werden. Sollten im Zuge der Reorganisation auch die Erlöse wieder Fahrt aufnehmen, dürfe noch höher gegriffen werden.

Die Experten von Helaba Trust empfehlen die ABB-Aktie mit "übergewichten".




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