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Diageo untergewichten


24.10.2001
BW Bank

Die Analysten der BW Bank halten ihre Einstufung "untergewichten" für die Diageo-Aktien (WKN 851247) bei.

Die US-amerikanische Kartellbehörde erhebe Einspruch gegen die Übernahme der Seagram-Spirituosen-Sparte durch Diageo und Pernod-Ricard. Die EU-Kartellbehörde sowie die kanadische Kartellbehörde hätten der Übernahme bereits zugestimmt. Überraschend drohe die US-Kartellbehörde FTC, den Verkauf der Seagram-Spirituosen-Sparte (Kaufvolumen rund 8,2 Mrd. US-Dollar) zu blockieren. Als Hauptargument werde die dadurch dominante Stellung von Diageo auf dem US-Rum-Markt angeführt. Diageo besitze bereits die Marke Malibu, die Nr. 3 im US-Markt, während Seagram die Marke Captain Morgan vertreibe.


Betroffen von einer Blockierung wären auf der Käufer-Seite sowohl Diageo als auch Pernod-Ricard. Obwohl der negative Effekt bei Pernod-Ricard bei einer theoretischen Untersagung deutlich größer wäre (Pernod-Ricard würde weltweit Nr. 3 im Spirituosen-Sektor), würden die Analysten die Einwände der FTC in diesem Fall für widerlegbar erachten. Die Akquisition dürfte hier nur eine Frage von Details sein. Größere Probleme sehe man bei Diageo, da die Akquisition von Captain Morgan ein Kernbestandteil des für Diageo interessanten Portfolios darstelle. Sollten also weitere Gespräche mit der FTC nicht zu einer einvernehmlichen Lösung führen, sei der Deal in Frage gestellt.

Erste Gerüchte aus dem Umkreis von Diageo würden jedoch darauf hindeuten, dass das Unternehmen gewillt sei, unter Umständen die Marke Malibu zu verkaufen, wenn dadurch die Akquisition gerettet werden könne. Insgesamt sei die überraschende Ablehnung negativ. Da die Analysten allerdings davon ausgehen würden, dass die Akquisition insgesamt nicht gefährdet und lediglich eine Frage von Details sei, dürfte der Effekt auf den Aktienkurs begrenzt ausfallen. Absehbar sei jedoch auch, dass der Deal – zumindest bei Diageo – nicht in seiner geplanten Form durchzuführen sei. Die Projektionen bzw. Synergien würden somit nicht wie erwartet eintreten.

Vor diesem Hintergrund bestätigen die Analysten der BW Bank ihr Votum "untergewichten" für Diageo.




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