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Logitech akkumulieren


23.10.2001
ABN Amro

Die Analysten von ABN Amro bleiben bei ihrer Empfehlung, Aktien des schweizerischen Herstellers von Computerzubehör Logitech (WKN 887020) zu akkumulieren, nachdem Intel seine Konsumelektroniksparte aufgegeben habe.

Intel habe sich kurz entschlossen, die Sparte zu schließen, um sich neu auf das Hauptgeschäft, die Chipentwicklung, zu konzentrieren und die Profitabilität zu verbessern. Intel hätte die Sparte im Jahr 1997 eröffnet und die erste PC-Kamera auf den Markt gebracht. Außerdem habe die Sparte MP3-Spiele, Computerspielzeuge und drahtlose Keyboards verkauft, wobei allerdings die Webkamera das einzige profitable Produkt gewesen sei.

Im Webkamera-Bereich sei Intel ein starker Mitbewerber von Logitech gewesen und habe einen Marktanteil von 29% gehabt, wohingegen der Marktanteil von Logitech 27% betragen habe. Beide Unternehmen hätten ähnliche Angebote zu bieten gehabt. Der Ausstieg von Intel aus diesem Bereich schaffe daher für Logitech neuen Raum, um seinen Marktanteil wesentlich zu erhöhen. Außerdem sei Logitech jetzt drei mal so groß als der nächste Mitbewerber, Ezonics, habe aber das bessere Produktangebot.


Intel wolle bis Anfang 2002 sei bestehendes Lager abverkaufen. Obwohl dies eine kurze Zeitvorgabe sei, erwarteten die Analysten nicht, dass sich die preisliche Situation wesentlich ändern werde, das Intel bereits bisher einer der preisaggressivsten Anbieter gewesen sei.

Der Umsatz von Intel mit Webkameras dürfte nach Schätzungen der Analysten bei 80-90 Mio. US-Dollar gelegen sein, die jetzt unter den Mitbewerbern aufgeteilt würden. Der von Logitech für 2001/02 (bis Ende März) geplante Umsatz mit Webkameras liege bei 94 Mio. US-Dollar, jener für 2002/03 bei 11 Mio. US-Dollar. Gehe man von einem stagnierenden Markt und einem gleichbleibenden Marktanteil für Logitech aus, dann würden jetzt für Logitech durch den Ausstieg von Intel im Kalenderjahr 2002 neue Umsätze im Ausmaß von 32 Mio. US-Dollar entstehen. Die gesamten Umsätze würden für 2001/02 auf 917 Mio. US-Dollar und für 2002/03 auf 1.032 Mio. US-Dollar geschätzt.

Der Ausstieg von Intel verdeutliche außerdem die Dynamik von Logitech, die das Unternehmen von vielen anderen unterscheide. Logitech habe eine überlegene Forschungs- und Entwicklungsabteilung, eine starke Marke, wachsende Marktanteile und eine kostengünstige Produktion, die sich alle in einer deutlich überdurchschnittlichen Bruttomarge von 34-35% auswirkten.

Aus diesem Grund bleiben die Analysten von ABN Amro bei ihrer Empfehlung "akkumulieren" für die Aktie von Logitech, sowie bei ihrem Kursziel von 58 Schweizer Franken (34 US-Dollar).




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