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ABN AMRO "hold"


07.05.2007
SEB

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der SEB, Manfred Jakob, stuft die ABN AMRO-Aktie (ISIN NL0000301109 / WKN 880026) mit "hold" ein.

Die ABN AMRO habe am 16. April ihre Zahlen für das erste Quartal 2007 bekannt gegeben, die wie folgt ausgefallen seien: Erträge: +10,5% auf 5,989 Mrd. Euro, Nettoergebnis: +31% auf 1,31 Mrd. Euro, Gewinn je Aktie: +30% auf 0,65 Euro.

Am 23. April habe Barclays ein Übernahmeangebot vorgelegt und biete 3,225 eigene Aktien für einen ABN AMRO-Titel (Wert 36,25 Euro je Aktie bzw. rd. 67 Mrd. Euro). LaSalle solle für 21 Mrd. Euro an die Bank of America verkauft werden. Am 25. April habe ein Konsortium um RBS (Santander, Fortis) die Abgabe einer Gegenofferte in Höhe von 72 Mrd. Euro (39,00 Euro je Aktie; 70% in bar, 30% in RBS-Aktien) geplant.

Auf der Hauptversammlung am 26. April habe die Mehrheit der Aktionäre den Vorschlag von TCI unterstützt, den Konzern zu zerschlagen und in Einzelteilen zu verkaufen. Das laufe den Plänen mit Barclays zuwider und gleiche einer Niederlage von CEO Groenink. Am 07. Mai sei bekannt geworden, dass das RBS-Konsortium ein offizielles Angebot plane.


Das Tauziehen um die ABN AMRO halte an. Am 07. Mai habe ein Bieterkonsortium um die britische Royal Bank of Scotland (RBS) nun offiziell angekündigt, ein Gegen-Angebot in Höhe von 38,40 Euro (bislang 39,00 Euro anvisiert) vorzulegen. Bedingung: Die US-Tochter LaSalle dürfe nicht an die Bank of America (BoA) verkauft werden. So habe RBS für LaSalle am 07. Mai ein Angebot in Höhe von 24,5 Mrd. Euro vorgelegt. Problem: Die ABN AMRO habe im Rahmen der Vereinbarung mit Barclays der BoA LaSalle zugesprochen (für 21 Mrd. Euro). Die RBS-Pläne seien von der ABN AMRO am 07. Mai zunächst zurückgewiesen worden. Aber auf Druck der Aktionäre habe die ABN AMRO angekündigt, die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung hierüber abstimmen zu lassen.

Die internationale Diversifizierung, die über Jahre gezielt aufgebaut worden sei (z.B. in Brasilien, Italien), werde damit aufgelöst. Bewertungsreserven könnten nun gehoben werden (die Split-Fantasie, die jedenfalls vom Bieter-Konsortium um die RBS und von TCI verfolgt werde).

Die ABN AMRO habe ihre Zahlen für das erste Quartal 2007 zehn Tage früher als geplant publiziert. Dabei habe der Konzern mit ungewöhnlich sehr guten Zahlen und einem optimistischen Ausblick überzeugt.

Auf Basis obiger neuer Erkenntnisse sei der faire Wert nun mit 36 Euro anzusetzen. Einen weiteren Risikofaktor sähen die Analysten in einem Platzen der Fusion, auch wenn dies nicht erwartet werde. Des Weiteren belaste ein hohes KGV und die Erwartungen an Antonveneta seien hoch. Ferner gestalte sich das US-Geschäft insgesamt schwieriger.

Angesichts der wider Erwarten guten Q1-Zahlen und vor allem des anhaltenden Übernahmekampfes erhöhen die Analysten der SEB ihr Kursziel auf 39,00 Euro und bewerten die ABN AMRO-Aktie mit "hold". (Analyse vom 07.05.2007)
(07.05.2007/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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