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Carrefour Underperformer 16.10.2001
LB Baden-Württemberg
Barbara Ambrus, Analystin der Landesbank Baden-Württemberg, bewertet die Carrefour-Aktie (WKN 852362) mit Underperformer.
Carrefour sei seit der Fusion mit Promodès der größte Lebensmitteleinzelhändler in Europa bzw. weltweit der zweitgrößte Einzelhändler nach der US-amerikanischen Wal-Mart.
Carrefour habe den Bruttokonzernumsatz im dritten Quartal um 5,4% bzw. währungsbereinigt um 8,1% gesteigert. In den ersten neun Monaten hätten die entsprechenden Veränderungsraten damit 7,6% bzw. 8,9% betragen. Bereinigt um Akquisitionen und Desinvestitionen seien die Erlöse im dritten Quartal jedoch lediglich um 1,3% und somit in den ersten neun Monaten um 3% gewachsen. Im dritten Quartal scheine der Konzern die Marktanteilsverluste im Bereich SB-Warenhäuser in Frankreich gebremst zu haben. In Spanien und in Lateinamerika seien die Erlöse jedoch weiterhin zurück gegangen. Der währungsbereinigte Umsatz in Taiwan habe dagegen nach dem rückläufigen ersten Halbjahr im dritten Quartal wieder kräftig zugelegt.
Der Konzern habe seine Erwartung eines 8%igen Umsatz- und eines 15%igen Reingewinnwachstums für das Gesamtjahr und somit für eine positive Entwicklung im vierten Quartal insbesondere in Europa bekräftigt. Dies erscheine angesichts der bewältigten System- und Formatumstellungen und der im Oktober anstehenden Werbeaktionen in allen wichtigen Ländern auch plausibel. In Frankreich seien die Umsätze wenige Tage nach den Anschlägen vom 11. September wieder auf ihr normales Niveau zurück gekehrt. Es bestehe jedoch weiterhin die Gefahr, dass sich der im Heimatmarkt Frankreich herrschende Preisdruck und der in Frankreich und in Spanien in 2001 bei SB-Warenhäusern erlebte Marktanteilsverlust (mit diesen Bereichen erwirtschafte Carrefour rund 35% der Konzernerlöse) negativ auf die Gewinne auswirken würden. Die Probleme in Lateinamerika sowie die Integration der Akquisition in Belgien könnten ferner die Margenentwicklung im zweiten Halbjahr stärker als bisher erwartet beeinträchtigen.
In Anbetracht der erwartungsgemäßen Umsatzentwicklung im dritten Quartal sehe man keinen Anlass, die Gewinnschätzungen zu verändern. Da die Aktie im Branchenvergleich hoch bewertet ist, das organische Wachstum jedoch im Branchenvergleich niedrig ist und die operativen Margen im laufenden Jahr sinken sollten, trauen die Experten der LBBW dem Titel nach wie vor lediglich eine zum Euro Stoxx 50 unterproportionale Entwicklung zu und stufen die Aktie weiterhin als Underperformer ein.
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