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Schneider neutral 28.09.2001
Helaba Trust
Die Analysten von Helaba Trust stufen die Aktien von Schneider (WKN 860180) unverändert mit "halten" ein.
Seit Abgabe des Segments Hochspannungsaggregate konzentriere sich Schneider auf Ausrüstungen für mittlere und niedrige Spannungen. Diese fänden Anwendung in Gebäuden, Industrieanlagen, Energie- und Infrastruktureinrichtungen. Über diverse Akquisitionen in den vergangenen Jahren habe der Konzern einen relativ ausgewogenen Regionenmix erreicht. In eine neue Dimension habe Schneider nun durch die Übernahme des französischen Konkurrenten Legrand (Umsatz 2000: 2,8 Mrd. Euro) hineinwachsen wollen. Völlig überraschend scheine der Zusammenschluss nun aber an kartellrechtlichen Bedenken zu scheitern. In diese Richtung würden Voraberkenntnisse der beiden Unternehmen deuten. Eine Entscheidung werde für den 10. Oktober erwartet.
An der Börse sei diese Nachricht mit einem Kursverlust von 20% auf rund 40 Euro quittiert worden. Vor dem Hintergrund des möglicherweise wegfallenden strategischen Ertragspotenzials sei diese Reaktion verständlich. Auf die Ergebnisprognosen für dieses und kommendes Jahr, die von den Heleba-Trust-Analysten in der laufenden Woche zurückgenommen wurden, hätte ein Scheitern aber noch keine gravierenden Auswirkungen. Zwar wären die Aufwendungen für bereits laufende Integrationsprojekte definitiv verloren. Diese habe man in die Prognose aber eingearbeitet. In 2002 ginge der leicht positive Netto-Effekt infolge des Wegfalls von Finanzierungskosten (vs. Ergebnisbeiträge Legrand und erste Synergieeffekte) in der zyklisch bedingt breiten Unsicherheitsspanne unter.
Die Börsenkenner der Helaba Trust belassen ihre Schätzung auf dem letztgenannten Niveau. Einen starken Einfluss der im Falle eines Scheitern notwendigen Veräußerung von Legrand-Anteilen beziehungsweise Rückabwicklung (Andierungsquote: 98 %) sehe man nicht. Sollte Schneider zu einer Reduktion der Beteiligungsquote auf unter 50 Prozent gezwungen sein, dürften lange Fristen ein "Verramschen" verhindern. Vor diesem Hintergrund erwarte man eine Kursstabilisierung im Bereich von 40 Euro, zumal bei noch niedrigeren Notierungen dieses "gesunde" Unternehmen seinerseits wieder in den Fokus von Übernahmeinteressenten rücken würde. Andererseits würden die operativen Ertragsrisiken auch den Weg nach unten begrenzen.
Vor diesem Hintergrund empfehlen die Aktienexperten von Helaba Trust die neutrale Gewichtung der Schneider-Aktie beizubehalten.
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