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Suez untergewichten 18.09.2001
Helaba Trust
Die Analysten von Helaba Trust stufen die Aktien von Suez (WKN 852491) mit "untergewichten" ein.
Der französische Konzern kämpfe mit RWE und Vivendi Environnement um die Vorherrschaft im internationalen Wassergeschäft. Derzeit würden die Franzosen weltweit über 100 Mio. Menschen in diesem Geschäftsfeld versorgen. Mit der Aufstockung an United Water Resources (UWR) und der Übernahme von Calgon und Nalco sei Suez auch im US-Wassergeschäft in die Offensive gegangen. Daneben würden die Franzosen die Aktivitäten Energie, Entsorgung sowie Kommunikation betreiben. Die Energiesparte sei durch die Übernahme des belgischen Versorgers Tractebel gestärkt worden. Der Ausbau der Kommunikationssparte sei kürzlich durch den Rückzug aus Frankreichs Ausschreibung für die UMTS-Lizenzen gestoppt worden.
Mit einem Umsatz von 20,6 Mrd. Euro (+27% gegenüber dem Vorjahr) und einem operativen Ergebnis von rund 2,1 Mrd. Euro (+16%) hätten die endgültigen Halbjahreszahlen von Suez leicht über den Schätzungen der Analysten gelegen. Vor allem die Bereiche Energie (Nettoergebnis +14% gegenüber dem Vorjahr) und Wasser (+12%) hätten deutlich zulegen können.
Angesichts fallender Tarife in Großbritannien sowie gesunkener Papierpreise in Deutschland habe die Sparte Entsorgung hingegen operativ erheblich hinter den Planungen gelegen. Zudem habe Suez im Geschäftsfeld Kommunikation nur aufgrund einmaliger Sondereffekte ein positives Ergebnis von 233 Mio. Euro ausweisen können.
Auf bereinigter Basis dürfte sich der operative Verlust dieser Sparte, die nicht mehr zum Kerngeschäft der Franzosen zähle und kurz- bis mittelfristig zum Verkauf stehen sollte, auf rund 25 Mio. Euro belaufen haben. In der Energiesparte sei mittelfristig mit Schwierigkeiten zu rechnen. So werde etwa die belgische Stromtochter Electrabel infolge des wachsenden Konkurrenzdrucks in Belgien und den Niederlanden, höhere Kraftstoffpreise sowie sinkender Strompreise voraussichtlich bereits in 2001 rückläufige operative Margen ausweisen. Auch der mögliche Bilanzierungswechsel der Fortis-Beteiligung dürfte den Ergebnisausweis von Suez im nächsten Jahr negativ beeinflussen.
Angesichts der zunehmenden Wettbewerbsintensität auf relevanten Strommärkten von Suez erwarte man in Zukunft eine nachlassende Umsatz- und Ergebnisdynamik. Aufgrund der hohen Nettoverschuldung sollte zudem mit keinen nennenswerten externen Wachstumsschüben zu rechnen sein. Gleichzeitig sehen die Analysten von Helaba Trust im Energiesegment kurzfristig Belastungen aus dem Südamerikageschäft. Auch dürfte in der Entsorgungs- und Kommunikationssparte weiterhin mit Gegenwind zu rechnen sein. Darüber hinaus würden klare Aussagen über den Verkauf des Beteiligungsportfolios (8 Mrd. Euro) fehlen.
Vor diesem Hintergrund erwarten die Analysten von Helaba Trust nur eine unterdurchschnittliche Entwicklung der Suez-Aktie.
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