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bwin Rating und Kursziel ausgesetzt 13.10.2006
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Vera Sutedja, Analystin der Erste Bank, setzt das Rating und das Kursziel für die Aktie von bwin (ISIN AT0000767553 / WKN 936172) aus.
Die EU-Kommission habe am 12.10.2006 ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich, Italien und Frankreich eingeleitet. Diese Länder müssten innerhalb von zwei Monaten erklären, ob ihre Glücksspielgesetze kompatibel mit dem Artikel 49 des EU-Vertrages (EC Treaty) seien. Der Artikel 49 definiere die Freiheit, Dienstleistungen EU-weit anzubieten. Das Vertragsverletzungsverfahren sei ähnlich wie jenes, das im April 2006 gegen sieben andere EU-Staaten eingeleitet worden sei. Eine Klage vor dem EuGH könne eingereicht werden, wenn sich die EU-Kommission nicht mit der Antwort der Regierung zufrieden gebe. EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy bestätige allerdings, dass die EU-Kommission nicht versuche, den Wettmarkt zu liberalisieren. Die Kommission möchte nur feststellen, dass die Gesetze der EU-Länder völlig im Einklang mit dem EU-Recht seien.
Obwohl das Vertragsverletzungsverfahren im Allgemeinen positiv für die Wettindustrie sei, sollte man nicht zu viele Hoffnungen daran hängen. Das Verfahren sei der Anfang eines langen Prozesses mit unsicherem Ergebnis - nach Meinung der Analysten werde der gesamte Prozess mehr als ein Jahr dauern. Selbst wenn der EuGH entscheide, dass die Gesetze nicht kompatibel mit dem EU-Recht seien, könne der EuGH die Staaten nicht zwingen, auf die Existenz der Monopole zu verzichten. Die Analysten würden denken, dass die Liberalisierung des Wettenmarktes noch kommen werde, jedoch später als erwartet (nicht in den nächsten zwei Jahren). Inzwischen würden die Rechtsunsicherheiten bestehen bleiben und würden die privaten Wettanbieter unter Druck setzen.
Die Analysten der Erste Bank würden glauben, dass bwin trotz dieser Schwierigkeiten sein Geschäft weiter betreiben könne. Das Wachstumspotenzial werde allerdings nicht so hoch wie ursprünglich erwartet sein, da es Probleme bei der Werbung gebe. Zusätzlich sei die Idee des Cross Selling in den USA bereits obsolet. Man erwarte, dass bwin den Ausblick für 2006 reduzieren werde und dass eine hohe Goodwill-Abschreibung am Ende des Jahres kommen werde. Den Anlegern könne momentan nur geraten werden, größte Vorsicht walten zu lassen, da ein Ende der extrem hohen Volatilität momentan nicht in Sicht sei.
Das Rating und das Kursziel der Analysten der Erste Bank für die bwin-Aktie bleiben aufgrund der für sie nicht sinnvoll planbaren Zukunftsperspektiven bis auf weiteres ausgesetzt. (13.10.2006/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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