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Publicis kaufen


02.10.2006
Bank Hofmann

Zürich (aktiencheck.de AG) - Daniel Egger, Analyst der Bank Hofmann, stuft die Aktie von Publicis (ISIN FR0000130577 / WKN 859386) mit "kaufen" ein.

Publicis sei der Welt Nummer vier unter den Werbe- und Kommunikationsdienstleistern. Diese würden Öffentlichkeitsarbeit (PR) sowie spezialisierte Kommunikation wie etwa Direktmarketing und Customer Relationship Management (CRM) offerieren. Im Bereich Einkauf von Werbeflächen und -zeit ("media buying") sei die französische Gruppe weltweit die Nummer zwei. Dies mache Publicis zu einem bevorzugten Partner von global tätigen Konzernen mit hohen Werbeausgaben, da sich über die Dichte des Unternehmensnetzwerks und dessen schiere Größe positive Effekte - etwa bei der Preisfestsetzung von Werbezeit bei Fernsehsendern - ergeben würden.

Geographisch sei das Unternehmen mit einer Präsenz in 104 Ländern breit abgestützt: Im ersten Halbjahr 2006 habe es in Nordamerika 43% seines Umsatzes, in Europa 39% und in Schwellenländern 18% erzielt. Aufgrund der hohen Wachstumsraten in diesen letztgenannten Märkten sei es das klare Ziel von Publicis, deren Anteil an den Gruppeneinkünften zu erhöhen. Dies geschehe sowohl durch organisches Wachstum als auch durch gezielte Akquisitionen. Im Jahr 2006 beispielsweise habe das Unternehmen Firmen in China, in Indien sowie in der Türkei übernommen.


Nach dem Schrumpfen des globalen Werbemarktes nach 2000 und einem zaghaften Aufschwung ab 2003 seien die Aussichten für die Branche seit zwei Jahren wieder gut. Für die Publicis-Gruppe, die im Vergleich zum Werbemarkt stets überdurchschnittlich gewachsen sei, bedeute dies weitere Margensteigerungen: Im ersten Halbjahr 2006 sei die Betriebsgewinnmarge um 0,3% auf 15,2% gestiegen, wobei das Potenzial noch nicht ausgeschöpft sei. Die Unternehmensleitung habe denn auch anlässlich der Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse ihr Ziel bekräftigt, im Jahr 2008 eine Marge von 16,7% zu erzielen.

Diese Zahl würden die Analysten wegen des Potenzials von Kostensenkungen als erreichbar erachten. Seit dem Jahr 2004 verfolge das Unternehmen ein Programm zur Vereinfachung seiner Bilanz. Im Jahre 2002 habe Publicis Optionsanleihen emittiert, welche die Aktienbasis zu erhöhen gedroht und somit den Gewinn pro Aktie negativ beeinflusst hätten. Dank dem stetigen Rückkauf dieser Wertpapiere sei nun die potenzielle Gewinnverwässerung deutlich reduziert worden. Gestützt auf Hinweise seitens des Managements würden die Analysten eine Fortsetzung dieser Rückkäufe erwarten, was beim Gewinn pro Aktie bis 2008 einen Zuwachs von geschätzten 30% ausmache.

Selbst im Falle eines deutlicheren Rückgangs des weltweiten Wirtschaftswachstums und damit verbundener Abflachung der Werbeausgaben erachten die Analysten der Bank Hofmann die Publicis-Aktie als langfristig kaufenswert, da das Unternehmen in diesem Fall dank seiner weitsichtigen Positionierung noch stärker als zuvor Marktanteile gewinnen wird. (Ausgabe Oktober 2006) (02.10.2006/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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