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ABN AMRO Kursziel reduziert


16.08.2006
SEB

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der SEB, Manfred Jakob, stuft die Aktie von ABN AMRO (ISIN NL0000301109 / WKN 880026) mit "buy" ein.

Die Zahlen für das zweite Quartal 2006, welche am 31. Juli 2006 veröffentlicht worden seien, seien wie folgt ausgefallen: Operative Einnahmen: von 5,44 auf 7,17 Mrd. Euro gesteigert, Zinsüberschuss: +24,7% auf 2,82 Mrd. Euro, Provisionsüberschuss: + 31,9% auf 1,49 Mrd. Euro, Handelsergebnis: -9,5% auf 0,67 Mrd. Euro, Operativer Gewinn: +25% auf 1,78 Mrd. Euro (ohne Antonveneta +14,5%), Nettogewinn: +23,2% auf 1,22 Mrd. Euro.

Der Konzern habe den Verkauf der Bouwfonds-Gruppe an die Rabo Bank und SNS REAAL für 1,685 Mrd. Euro angekündigt. Die ABN AMRO rechne mit einem Buchgewinn von mindestens 350 Mio. Euro. Des Weiteren sei ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 750 Mio. Euro für das zweite Halbjahr 2006 angekündigt worden.


Die H1'06-Zahlen hätten teilweise über den Erwartungen gelegen. Sie seien aber von der Integration der Banca Antonveneta gekennzeichnet gewesen. Vor allem das Globale Kundengeschäft und das US-Franchise-Geschäft hätten gutes Wachstum gebracht. Antonveneta sei gut gestartet und trage zum Wachstum bei. Die "italienische" Positionierung dürfte à la long die Qualität der Ergebnisse im Gesamtkonzern (in der BU Europe) nachhaltig verbessern. Die Neustruktur nach Regionen sei grundsätzlich positiv, da sie nun transparenter sei. Der Verkauf der Immobiliensparte Bouwfonds bringe Zusatzerlöse, die über den Erwartungen lägen. Des Weiteren stütze das neue Aktienrückkaufprogramm zusätzlich. Die ABN AMRO verfüge über interessante internationale Positionierungen, ein insgesamt gutes Risikoprofil (wenn auch erhöhte Risiken erkennbar) und das stringente Kostenmanagement halte an. Der Titel weise eine günstige Bewertung und eine hohe Dividendenrendite auf.

Mögliche Risikofaktoren sähen die Analysten u.a. in den neuen "Problemfeldern": In Brasilien (Kreditverluste, Währungsverluste) und in Europe (Handelsverluste, vor allem im Aktienhandel und bei Derivativen - hier seien Teile des früheren Großkundengeschäftes enthalten). BU Europe (ohne Antonveneta) dürfte auch in HJ2 Verluste erwirtschaften. Außerdem könnte sich das US-Geschäft abschwächen (flache Zinsstruktur; Immobilienpreisen würden bereits fallen). Des Weiteren sei die Risikovorsorge gg. Q1 um 30% gestiegen.

Operativ fehle das Gewinnmomentum bei der ABN AMRO. Der Gewinn sei durch außerordentliche Erlöse stets aufpoliert worden.

Die Analysten der SEB bewerten die ABN AMRO-Aktie mit "buy", senken aber das Kursziel von 28 auf 26 Euro. (16.08.2006/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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