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bwin für Spekulative interessant 14.08.2006
Pennystockraketen
Kupferberg (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "Pennystockraketen.de" ist die Aktie von bwin (ISIN AT0000767553 / WKN 936172) zum Spielball für Spekulanten und Daytrader mutiert.
Der Wettmarkt in Deutschland sei ein Milliardenmarkt. Kein Wunder, dass der Staat diesen sicheren Goldesel in Form des Wettmonopols verteidige. Dem Staat und seinem staatlichen Wettanbieter Oddset seien deshalb diejenigen Gesellschaften, welche über Altlizenzen aus der DDR verfügen würden, längst ein Dorn im Auge. Auf der Abschussliste ganz oben: Der innovative und aggressive Anbieter bwin (bis vor kurzem BETandWIN.com), der im bundesdeutschen Fußball mit Werder Bremen und 1860 München nicht nur Sponsor zweier Profiteams sei, sondern mit dessen Werbeschriftzug auch tausende Amateurmannschaften jedes Wochenende auflaufen würden.
In der letzten Woche sei bwin und dem Lizenzinhaber Dr. Pfennigwerth schließlich mittels Untersagungsverfügung die Geschäftstätigkeit in Sachsen auf dem Weg des Sofortvollzugs verboten worden. Bei Nichtbeachtung binnen 14 Tagen drohe Zwangsgeld. Gleichzeitig habe das Regierungspräsidium Chemnitz bwin - ebenfalls mit einer Frist von 14 Tagen - untersagt, in Sachsen über die Domain bwin.com zu werben.
Als neutraler Beobachter komme man nicht umher, dieses Vorgehen ähnlich wie bwin selbst zu sehen: Offensichtlich solle unter massiver Einflussnahme seitens der Politik versucht werden, die Aufrechterhaltung des deutschen Monopols so lange wie möglich zu gewährleisten. Dabei seien sich viele Juristen sicher, dass das deutsche Wettmonopol gegen europäisches Recht verstoße. Doch offenbar wolle man bis zur "endgültigen" gesetzlichen Regelung bis Ende 2007, welche das Bundesverfassungsgericht Ende März gefordert habe, erst einmal Fakten schaffen. Und die Fakten sähen so aus, dass man keinen anderen Anbieter neben Oddset in Deutschland dulde.
bwin habe am Donnerstag verkündet, dass man sämtliche Rechtsmittel erheben werde, damit die Untersagungsverfügungen innerhalb der gesetzten Frist von zwei Wochen vom Verwaltungsgericht Dresden aufgehoben würden. Dr. Pfennigwerth habe darüber hinaus angekündigt, als Folge der Untersagung seiner Geschäftstätigkeit - im Fall des Vollzugs - Schadensersatzansprüche gegen das Land Sachsen im Umfang von rund 500 Mio. Euro geltend zu machen.
Fundamental sei die aktuelle Lage ein extrem schwerer Schlag für den bisherigen Branchenprimus. Wie man den Wert fundamental einschätzen könne, sei schwer zu sagen, da man die künftigen Auswirkungen schwer abschätzen könne. Auf alle Fälle dürften die Umsatz- und Gewinnprognosen der Analysten inzwischen deutlich zu hoch sein.
Wie sich die staatliche Schlinge um den einstigen Börsenstar seit dem Urteil des Verfassungsgerichts immer mehr zugezogen habe, sei für den Verfechter eines freien Marktes und freien Wettbewerbs beinahe beängstigend. Hier gehe es nach Ansicht der Experten um alles (v.a. um viel Geld für den Saat), nur nicht um Suchtbekämpfung. Die Aktie sei nun zum Spielball für Spekulanten und Daytrader mutiert.
Die hohe Volatilität bei der bwin-Aktie können geschickte Trader ausnutzen, so die Experten von "Pennystockraketen.de". Anleger sollten bei Käufen unbedingt mit Stopps operieren. (14.08.2006/ac/a/a)
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