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Unilever untergewichten


07.08.2001
Helaba Trust

Die Analysten von Helaba Trust bewerten die Unilever-Aktie (WKN 920301) mit untergewichten.

Die 1930 aus dem Zusammenschluss der niederländischen Naamlooze Vennootschap Margarine Unie und der britischen Lever Brothers entstandene Unilever Gruppe sei einer der weltweit bedeutendsten Hersteller von Nahrungsmitteln, Waschmitteln und Körperpflegeartikel. Die beiden Gesellschaften (Unilever PLC, Unilever N.V.) agierten unter einem Management. Im Rahmen der Strategie zur stärkeren Konzentration auf die Kerngeschäftsfelder sei die Sparte Spezialchemie verkauft worden. Größter Anteilseigner sei die N.V. Nederlandsch Administratieen Trustkantoor mit 47,8% der Aktien, gefolgt von der ING Groep N.V. mit knapp 22% und Aegon N.V. mit 6%.


Buchgewinne aus zahlreichen Desinvestitionen (europäische Bäckereiaktivitäten, Parfümunternehmen Elizabeth Arden) in Höhe von 813 Mio. Euro hätten Goodwillabschreibungen von 350 Mio. Euro gegenübergestanden. Während das operative Ergebnis im 1. Halbjahr um 35% auf 3,4 Mrd. Euro zugelegt habe, habe sich der Vorsteuergewinn wegen der akquisitionsbedingt stark erhöhten Zinslast nur um 7% auf 2,1 Mrd. Euro erhöht. Die erhöhte Steuerquote habe einen Rückgang des Halbjahresüberschusses um 3% auf 1,3 Mrd. Euro bedingt.

Wenngleich das in 2000 angelaufene Effizienssteigerungsprogramm "Path to Growth" zu weiteren operativen Margenverbesserungen führen werde (+1,7% im 1. Halbjahr 2001 auf 12,8%), dürften die hohen Restrukturierungsaufwendungen (1,8 Mrd. Euro in 2000, insgesamt ca. 5 Mrd. Euro bis 2005) und beträchtliche Goodwillabschreibungen vor allem für die Bestfoods-Akquisition (695 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2001) die Ergebnisdynamik weiterhin stark belasten.

Das im Branchenvergleich stattliche Bewertungsniveau und die finanziell wenig komfortable Situation dürften der Unilever-Aktie lediglich eine unterdurchschnittliche Entwicklung ermöglichen, so die Analysten von Helaba Trust.




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