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Shell T & T Marketperformer 03.08.2001
LB Baden-Württemberg
Ralph Herre, Analyst der Landesbank Baden-Württemberg, bewertet die Aktie von Shell T & T (WKN 852278) mit Marketperformer.
Die britisch-niederländische Royal Dutch Shell Group of Companies, an der die börsennotierten Royal Dutch zu 60% und Shell Transport & Trading zu 40% beteiligt sein, zähle mit einem Umsatz von 149 Mrd. US-Dollar zu den größten integrierten Ölkonzernen.
Im zweiten Quartal habe der Ölgigant beim adjustierten EBIT aufgrund eines leichter tendierenden Ölpreises sowie enttäuschenden Produktionszahlen im Upstream-Bereich einen Ergebnisrückgang um 1,1 Mrd. US-Dollar auf 6,2 Mrd. US-Dollar hinnehmen müssen. Der adjustierte Nettogewinn sei gegenüber dem Vorquartal um 8,3% auf rund 3,5 Mrd. US-Dollar zurück gegangen und damit unter den Erwartungen gelegen. Trotz des fast realisierten Kostensenkungsprogramms, das jährliche Einsparungen von 5 Mrd. US-Dollar vorsehe, habe lediglich das Raffineriegeschäft sowie die Downstream-Sparte Strom und Gas überzeugen und Ergebnisverbesserungen erzielen können.
Durch die in 2001 niedriger als ursprünglich geplante weltweite Ölnachfrage gehe man für das restliche Jahr zwar von einem weiterhin hohen, insgesamt jedoch rückläufigen Ölpreis aus. Bei einer Ölpreisprognose von 26 US-Dollar in 2001 sowie 24 US-Dollar in 2002 je Barrel Brent traue man dem Ölkonzern in 2001 ein erneutes Rekordergebnis zu. Dabei dürfte der aus dem Ölpreisrückgang resultierende Ertragsrückgang durch die Ausweitung in der Öl- und Gasproduktion im Upstream-Bereich überkompensiert werden. Bei hohen, wenngleich aktuell etwas rückläufigen Raffinerie-Margen erwarte man für die umsatzstärkste Sparte Raffinerie und Marketing einen weiteren Gewinnzuwachs. Weiterhin positiv dürfte sich die im Aufbau befindliche Sparte Strom und Gas entwickeln. Dagegen befürchte man für die Sparte Chemie aufgrund der konjunkturellen Belastung der Petrochemiepreise und rückläufigen Cracker-Margen einen Ergebnisschwund.
Angesichts weiterer Produktionssteigerungen im Upstream-Bereich, guter Gewinnzuwächse im Strom und Gasgeschäft sowie hoher Raffinerie-Margen dürfte es dem Ölkonzern gelingen, die Ergebnisbelastung aus Öl- und Gaspreisrückgang sowie schwachem Chemiegeschäft mehr als auszugleichen. Garant für die langfristig gute Ertragsperspektive sollte die Unternehmensstrategie sein, die den weiteren Ausbau des lukrativen Upstream-Bereichs mit einem Budget von 7 Mrd. US-Dollar vorsehe und die Tendenz zur Konzentration im Raffinerie- und Tankstellengeschäft klar erkannt habe.
Begünstigt durch die weiterhin gute Ertragslage sehen die Experten der LBBW Shell T & T im Branchenvergleich fair bewertet und stufen die Aktie, unterstützt durch das laufende Aktienrückkaufprogramm, weiterhin mit Marketperformer ein.
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