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Endesa Marketperformer 31.07.2001
LB Baden-Württemberg
Christian Götz, Analyst der Landesbank Baden-Württemberg, bewertet die Endesa-Aktie (WKN 871028) mit Marketperformer.
Endesa sei der größte Stromversorger Spaniens, der darüber hinaus mit den Konzernen Enersis und Endesa Chile in Südamerika gut positioniert sei.
Im ersten Halbjahr sei der Umsatz auf Pro-forma-Basis um 3,7% auf 7,4 Mrd. Euro erhöht worden. Den geringeren Pool-Preisen in Spanien habe dabei ein gestiegener Stromabsatz der südamerikanischen Aktivitäten gegen wirken können. Die Betriebskosten hätten hauptsächlich durch die dortigen stark gestiegenen Energiepreise ein Plus von 4,6% verzeichnet, wodurch das operative Ergebnis mit 1,7 Mrd. Euro nahezu auf Vorjahresniveau stagniert habe. Das Finanzergebnis habe sich wechselkursbedingt um 35,8% auf minus 710 Mio. Euro verschlechtert. Eine stark gesunkene Steuerquote und Gewinne aus Beteiligungsverkäufen hätten zu einem Anstieg des Nettoergebnisses nach Anteilen Dritter um 9,1 % auf 757 Mio. Euro geführt.
Der gemessen im europäischen Vergleich mit zuletzt 5% überdurchschnittlich wachsende spanische Strommarkt sei zur Zeit zu 53% liberalisiert worden und solle bis 2003 vollständig geöffnet werden. Endesa sei mit Marktanteilen von 42,6% in der Distribution und von 46,2% in der Produktion der Marktführer. Diese Position dürfte trotz des Dekrets 6/2000 der spanischen Regierung, welches Tarifpreissenkungen und ein Moratorium bezüglich des Aufbaus neuer Kraftwerkskapazitäten vorsehe, nicht gefährdet sein. Auch der voraussichtlich bis Jahresende abgeschlossene Verkauf der in der Gesellschaft Neue Viesgo integrierten heimischen Versorgungsaktivitäten sollte daran nichts ändern. Der kürzlich erfolgte Zuschlag für das von Endesa geführte Konsortium beim Verkauf des italienischen Kraftwerkparks Elettrogen mit einer installierten Kapazität von ca. 5 400 MW sei mit einem Kaufpreis von 3,7 Mrd. Euro inklusive Schuldenübernahme nicht gerade günstig ausgefallen, zumal noch Restrukturierungskosten anfielen. Allerdings erscheine die im Rahmen von Endesas Europastrategie vollzogene Diversifikation nach Italien strategisch sinnvoll. Die Risiken bezüglich der Aktivitäten in Argentinien und Brasilien könnten damit zu-gleich reduziert werden. Sie beeinflussten jedoch nur 8,8% bzw. 7,9% des gesamten operativen Ergebnisses.
Angesichts der zu erwartenden Belastungen auf dem spanischen Strommarkt sei die Expansion nach Italien strategisch sinnvoll. Allerdings sei der Preis für einen rund 7 %igen Marktanteil gemessen an der gesamten Erzeugungskapazität ohne eigene Kundenbasis recht hoch und sollte sich erst mittelfristig rechnen. Vor diesem Hintergrund stufen die Experten der LBBW die Endesa-Aktie auf Marketperformer herab.
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