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Qwest Communications "neutral"


25.07.2001
Morgan Stanley Dean Witter

Die Investmentbanker von Morgan Stanley Dean Witter geben der Aktie des Telekommunikationsunternehmens Qwest Communications (WKN 907671) das Prädikat "neutral".

Trotz der im Juli 2001 vollendeten Übernahme des Mitbewerbers US-West durch Qwest und die damit verbundene Erhöhung der Marktanteile, schätze man die Lage des Unternehmens aufgrund eines geschwächten wirtschaftlichen und industriellen Umfeldes eher neutral ein. Es sei zweifelhaft, ob das Unternehmen vor diesem Hintergrund sein Wachstumstempo beibehalten könne. Man erwarte für die Telekommunikationsbranche insgesamt in näherer Zukunft eigentlich eher kleine Wachstumsraten. Zwar gehe man davon aus, das Qwest auf lange Sicht zu den überlebenden der derzeitigen Krise gehören werde, doch für den Moment rate man den Investoren noch zur Vorsicht.


Positiv würden die Analysten die Synergieeffekte sehen, die für Qwest aus der Übernahme von US West resultieren würden. Unter anderem erwarte man eine Steigerung des Betriebskapitals um 11% und des Umsatzes um 12% für die kommenden 5 Jahre. Dies sei allerdings noch kein Anlass zu übergrossem Optimismus, da sich diese Synergieeffekte wahrscheinlich nicht vor Ablauf des Finanzjahrs 2002 einstellen würden.

Nach Ablauf des Rumpfgeschäftsjahres 2001, in dem sich der Umsatz noch unterhalb des 5-Jahres-Planes des Unternehmens bewegen würde, könnte Qwest ab 2002 von seinem neue erworbenen Kundenstamm und insbesondere von seinen Initiativen und dem technischen Know-How in der Datenfernübertragung profitieren. Negativ auf die Entwicklung des Unternehmens könnte sich neben der generell schwachen konjunkturellen Situation und der starken Konkurrenz auf dem Telekommunikationsmarkt vor allem die Tatsache auswirken, dass Qwest gerade in einer Phase starker Investitionen stehe, was sich natürlich in geringeren Dividenden niederschlagen könnte.

Der EPS des Unternehmens habe im Jahre 2000 bei 0,59 US-Dollar gelegen und man erwarte für die kommenden 2 Jahre leicht sinkende Erträge von 0,30 US-Dollar (Finanzjahr 2001) bzw. 0,34 US-Dollar (2002). Insgesamt könne man die Entwicklungschancen der Aktie derzeit nur mit neutral beurteilen.




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