|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Statoil halten 20.06.2006
HSH Nordbank AG
Westerburg, 20. Juni 2006 (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der HSH Nordbank AG stufen die Aktie von Statoil (ISIN NO0010096985 / WKN 675213) unverändert mit "halten" ein.
Statoil sei das Unternehmen des Universums der Analysten mit der größten Ölpreis-Sensibilität. Verantwortlich dafür sei das kleine Downstream-Geschäft, das nur gut 6% der Konzernerträge beisteure. Den größten Teil erwirtschafte hingegen die Öl- und Gasproduktion in Norwegen, wo mit etwa 1,05 Mio. bpd rund 85% des derzeitigen Gesamtvolumens gefördert werde. Durch mehrere neue Projekte, besonders im Bereich Erdgas, wolle Statoil die hohen Altersablaufraten der norwegischen Ölfelder kompensieren und den Ausstoß der Region bis 2015 auf dem aktuellen Niveau um 1 Mio. bpd halten.
Wachsen wolle das Unternehmen vor allem durch seine Auslandsaktivitäten. In den kommenden Monaten würden einige neue Ölfelder in Angola und Aserbaidschan ihren Betrieb aufnehmen, die das Produktionsvolumen nach Erachten der Analysten der HSH Nordbank AG bis 2007 auf rund 1,36 Mio. bpd steigern würden.
Durch weitere Projekte, u. a. im US-Golf von Mexiko und Nigeria, dürfte das Förderwachstum zwischen 2005 und 2009 damit überdurchschnittliche 7,1% p.a. (CAGR) betragen. Derzeit befinde sich Statoil zudem in Verhandlungen mit Gazprom um einen Anteil an dem riesigen Gasfeld Shtokman in der Barentssee. Ein Zuschlag (Konkurrenten seien Chevron, ConocoPhillips, Norsk Hydro und Total) würde das Produktionsprofil kurzfristig zwar nicht beeinflussen, langfristig allerdings erhebliche Wachstumschancen eröffnen. Nicht zu vergessen blieben hierbei jedoch der dann steigende Investitionsbedarf, der das Ausschüttungspotenzial verringere, sowie das höhere Länderrisiko.
Wachstum solle dem Statoil-Konzern auch die weltweit steigende Nachfrage nach Flüssiggas verschaffen. Seit längerem verfüge das Unternehmen über Lieferverträge nach Europa und Großbritannien, die ausgebaut und durch Kontakte in die USA ergänzt werden sollten.
Im Gegensatz zu den anderen großen Ölkonzernen habe Statoil die hohen Cash-Zuflüsse durch den Anstieg der Öl- und Gaspreise in den vergangenen beiden Jahren nicht über Aktienrückkäufe, sondern mittels einer Sonderdividende an die Anteilseigner ausgeschüttet. Da die Analysten der HSH Nordbank AG zunächst von weiterhin deutlich über Statoils Kalkulationsgrundlage von 30 bis 35 USD liegenden Ölpreisen ausgehen würden, dürften Sonderausschüttungen auch weiterhin auf der Tagesordnung stehen.
Die hohe Ölpreis-Sensibilität, die der Statoil-Aktie in den vergangenen beiden Jahren zu erheblichen Kursgewinnen verholfen habe, könnte sich bei einem fallenden Ölpreis als negativ herausstellen. Allerdings würden das hohe Produktionswachstum und die guten Aussichten im Gas-Bereich dieses Risiko abschwächen. Den fairen Wert der Statoil-Aktie sehe man aktuell bei 175 NOK (Norwegische Krone). Dies entspreche einem Total Return-Potenzial gegenüber dem aktuellen Kurs von 15%.
Die Analysten der HSH Nordbank AG gehen zwar für die kommenden Monate tendenziell von einer Aufwertung der Norwegischen Krone gegenüber dem Euro aus, bestätigen aber aufgrund des hohen Investmentrisiko infolge der höheren Volatilität ihre "halten"-Empfehlung für die Statoil-Aktie.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|