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Endesa kaufen 15.06.2001
Berliner Volksbank
Die Analysten der Berliner Volksbank stufen die Aktien von Endesa (WKN 871028) auf Kaufen ein.
Der seit Juni 1998 vollständig privatisierte Stromversorger Empresa Nacional de Electricidad SA, kurz auch Endesa genannt, sei derzeit der größte Anbieter in Spanien und weltweit die Nummer vier. Endesa verfüge über 20 Millionen Kunden in 12 verschiedenen Ländern. Neben Spanien sei der Konzern besonders stark in Südamerika vertreten. Diese Region trage rund 30% zum Umsatz bei. Zur Zeit plane das Unternehmen etwa 600.000 eigene Kunden und 2.600 bis 3.000 Megawatt Leistungskapazität abzugeben, um mit den Erlösen seine Stromaktivitäten in Europa und Südamerika auszuweiten. Als potenzielle Käufer seien die deutschen Konzerne RWE und E.ON im Gespräch.
Der Kaufpreis dürfte zwischen 5 – 10 Mrd. Euro betragen. Eine Expansion im Telekommunikationsbereich werde dagegen nicht weiter vorangetrieben. Endesa habe sogar die Bereitschaft bekundet, seinen 38%-Anteil am spanischen Mobilfunkkonsortium Auna an die Telecom Italia zu veräußern, falls sich beide Verhandlungspartner über einen angemessenen Preis einigen könnten. Am chilenischen Mobilfunkkonzern Smartcom wolle man dagegen festhalten. Im Geschäftsjahr 2000 habe Endesa den Reingewinn um 10,2% auf 1,4 Mrd. Euro steigern wollen. Träger des Wachstums sei im wesentlichen das bessere Ergebnis in Lateinamerika, wo der rasche Anstieg des Stromkonsums das rückläufige Ergebnis in Spanien habe wettmachen können.
Allerdings habe sich der Konzern im Mai 2001 von seiner Beteiligung am argentinischen Energieversorger Edonor, durch den Druck der spanischen Kartellbehörden, trennen müssen. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres habe Endesa den Gewinn um 20,4% auf 384 Mio. Euro gegenüber den ersten 3 Monaten des Jahres 2000 steigern können. Bereinigt um Sondereffekte habe der Anstieg noch 14,3% betragen. Positiv sei die 30%ige Beteiligung am französischen Stromerzeuger Snet, die Vertriebskonzession für Deutschland, die man im April erhalten habe, die Allianz mit Morgan Stanley Dean Witter zur Forcierung des Stromhandels für Großkunden, das Engagement im E-Commerce zwischen Unternehmen für die Bereiche Strom, Wasser und Gas, der Aufbau einer einheitlichen Geschäftsstruktur zur Erlangung von Synergieeffekten, sowie die Umschichtung der langfristigen Verbindlichkeiten zur Einsparung von Finanzierungskosten und das große Wachstumspotential in Südamerika.
Negativ hingegen seien die politischen und ökonomischen Risiken in Südamerika, die Zusatzkosten für Endesa durch die Liberalisierung des spanischen Strommarktes und die niedrige Quote regenerativer Energien an der gesamten Stromproduktion. Aufgrund der sehr starken Marktstellung in Spanien und Lateinamerika, sowie die angekündigte Expansion in Europa empfehlen die Analysten der Berliner Volksbank die Aktie zum Kauf.
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