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Bombardier kaufen 15.06.2001
Berliner Volksbank
Die Analysten der Berliner Volksbank stufen die Aktien von Bombardier Inc. (WKN 866671) auf kaufen.
Die kanadische Gesellschaft mit Sitz in Montreal sei 1942 von J.A. Bombardier unter dem Namen L'Auto - Neige Bombardier Limitee gegründet worden und habe mit dem Bau und Vertrieb von Schneemobilen begonnen. 1967 sei der Name des Unternehmens in Bombardier Limited, später in Bombardier Inc., geändert und durch eine Reihe von Akquisitionen und strategischen Verbindungen zum Verkehrstechnikkonzern umgebaut worden. Heute sei Bombardier weltweit führender Hersteller für Schienenfahrzeuge und drittgrößter Flugzeugbauer nach Boeing und Airbus. 90% seines Gesamtumsatzes erwirtschafte der kanadische Konzern außerhalb des Heimatmarktes. Dabei beschäftige der Konzern über 79.000 Mitarbeiter in 23 Ländern der Welt.
Seit 1996 bestehe die Gesellschaft aus fünf Gruppen: Bombardier-Aerospace sei zuständig für den Flugzeugbau, Bombardier-Transportation baue Schienenfahrzeuge aller Art, Bombardier-Recreational-Products entwickele Freizeitprodukte, Bombardier-Services und Bombardier-Capital würden Finanzdienstleistungen anbieten. Seit 1998 werde die Bombardier-Aktie auch an der Frankfurter Börse gehandelt. Die neueste Transaktion der Firma sei der Kauf der ADtranz AG in Berlin für 790 Mio. Euro. Damit steige der Anteil an Schienenfahrzeugen im gesamten Unternehmen auf 40% und bilde ein stärkeres Gegengewicht zur Luftfahrtsparte, die rund die Hälfte des Konzernumsatzes ausmache.
Das Geschäftsjahr 2000 (30.01.) sei erneut sehr erfreulich für den kanadischen Konzern verlaufen. Der Umsatz sei um 18,2% von 13,62 Mrd. kanadischen Dollar auf 16,10 Mrd. kanadischen Dollar gestiegen. Der Nettogewinn habe sogar überproportional um 35,7% auf 975,40 Mio. kanadische Dollar (1999: 718 Mio. kanadische Dollar) gesteigert werden können. Der Gewinn je Aktie habe von 0,51 kanadischen Dollar auf 0,70 kanadische Dollar zugelegt. Für die nächsten beiden Geschäftsjahre habe das Management wieder ein Gewinnwachstum von 30-40% pro Jahr avisiert.
Positiv seien die geringe Währungsabhängigkeit durch starke internationale Ausprägung, der hohe Auftragsbestand (Auslastung bis 2005), die hohe Rentabilität, die Konzentration auf die Kerngeschäftsfelder Flugzeuge und Schienenfahrzeuge, die weiterhin starke Nachfrage nach Regionalflugzeug Dash und Geschäftsflugzeug Learjet, ein erfahrenes Management (bisher hohe Synergieeffekte aus Akquisition) und die starke Marktposition. Negativ sei hingegen der verzerrte Wettbewerb durch hohe Subventionen der brasilianischen Regierung an den direkten Konkurrenten und Flugzeugbauer Embraer, die notwendige Ausweitung der Produktpalette auf Flugzeuge mit über 100 Sitzen, der zunehmender Kapitalbedarf und die Risiken bei der Integration der ADtranz AG.
Für die Analysten der Berliner Volksbank ist Bombardier aus fundamentaler Sicht sehr attraktiv. Gerade für längerfristig orientierte Anleger empfehle sich der Kauf des kanadischen Verkehrstechnikkonzerns.
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