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Philip Morris begrenztes Risiko


11.06.2001
Investor-Village

Nach Aussage der Aktienexperten von „Investor-Village“ ist das Risiko einer Investition in Philip Morris (WKN 851777) nach unten begrenzt.

Der weltgrößte Tabakkonzern Philip Morris sei in einer Raucherklage für schuldig befunden und zu einer Geldstrafe in Milliardenhöhe verdonnert worden. Das Unternehmen wolle gegen das Urteil Berufung einlegen. Der Aktienkurs habe nur leicht nachgegeben.

Ein Geschworenengericht in Kalifornien habe Philip Morris der Irreführung und des Verkaufs eines gefährlichen Produkts für schuldig befunden. Das Unternehmen müsse einem 56-jährigen Raucher 5,5 Mio. US-Dollar Schadenersatz und 3 Mrd. (!) US-Dollar Geldstrafe zahlen. Das sei die höchste Geldstrafe, die jemals in einer Raucherklage verhängt worden sei, berichten die Experten.

Der 56-jährige Raucher habe 40 Jahre lang die Zigarettenmarke Marlboro, die Hauptmarke von Philip Morris „genossen“. Nun leide er an Lungen- und an (metastasiertem) Gehirnkrebs. Er sei in seiner Jugend der irreführenden Werbung des Tabakkonzerns erlegen gewesen. Der 56-jährige Raucher habe nur noch einige Monate zu leben.


Philip Morris habe sofort angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Das Unternehmen rechne sich gute Chancen aus, dass das Urteil in der nächsthöheren Instanz abgemildert oder sogar gänzlich aufgehoben werde. Die Investoren würden es genauso sehen: die Aktie des Unternehmens habe nach dem Urteilsspruch nur geringe Kursverluste verzeichnet.

Die Leidenszeit von Philip Morris habe Mitte der 90er Jahre begonnen. Hochrangige Manager hätten vor Gericht zugeben müssen, dass der Konzern über die Gefährlichkeit des Rauchens seit den 70er Jahren informiert gewesen sei, es jedoch nicht an die Öffentlichkeit weitergegeben habe. Stattdessen habe das Unternehmen mit seiner Werbung gezielt auf Jugendliche gesetzt und habe das Suchtprodukt „Zigarette“ als Modeprodukt angepriesen.

Die Raucherklagen hängen zweifelsohne wie ein Damoklesschwert über Philip Morris, so die Aktienexperten von „Investor-Village“. Die hohen Schadenssummen, die den geschädigten Rauchern zugesprochen würden, würden auch andere an Krebs erkrankte Raucher anziehen, ihr Glück zu versuchen. Sie würden von geschäftstüchtigen Anwälten „unterstützt“, die Honorare in Millionenhöhe kassieren würden und von daher kein Interesse verspüren würden, das Machtspiel mit den Tabakkonzernen zu beenden.

Das höchste Gericht in den USA habe vor einigen Jahren aber deutlich gemacht, dass die Schadensersatzzahlungen nicht zum Konkurs eines Unternehmens führen dürften. Von daher sei das Risiko einer Investition in Philip Morris nach unten begrenzt.

Zudem plane das Unternehmen, seine Nahrungsmittelsparte Kraft Foods an die Börse zu bringen. Damit hätte Philip Morris Teile seines Vermögens dem Zugriff der Raucher entzogen, berichten die Experten von „Investor-Village“. Kraft Foods würde nach Nestlé zum zweitgrößten Nahrungsmittelunternehmen der Welt aufsteigen.




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