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Repsol halten 08.12.2005
Pacific Continental Sec.
Die Wertpapierexperten von "pacconsec.de" raten, die Aktie von Repsol (ISIN ES0173516115 / WKN 876845) zu halten.
Der spanische Ölkonzern habe Anfang November seine Zahlen für das dritte Quartal 2005 vorgelegt und aufgrund deutlich gestiegener Öl- und Erdgaspreisnotierungen einen Gewinnanstieg erzielen können.
Der operative Gewinn habe im Berichtszeitraum bei 1,58 Mrd. Euro gelegen, nach 1,22 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn habe sich dabei von 767 Mio. Euro bzw. 63 Cent je Aktie im Vorjahresquartal auf nun 934 Mio. Euro bzw. 77 Cent je Aktie erhöht. Damit habe die Analystenprognose, welche von einem Nettogewinn von 880 Mio. Euro ausgegangen sei, übertroffen werden können. Der Konzernumsatz habe ebenfalls deutlich von 10,53 Mrd. Euro auf 12,70 Mrd. Euro zugelegt. Die Nettoverschuldung habe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 548 Mio. Euro auf 5,343 Mrd. Euro gesenkt werden können.
Die Produktion sei um 4,4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 1,157 Mio. barrels of oil equivalent per day (boepd) zurückgegangen. Die Gasproduktion habe einen Rückgang um 2,5% hinnehmen müssen. Die schwächeren Produktionszahlen würden primär auf Streiks, Wartungsarbeiten und den milden Winter in Südamerika zurückzuführen sein.
Bis 2007 wolle Repsol die Öl- und Gasproduktion von derzeit 1,17 Mio. Barrel pro Tag (b/d) um jährlich 5% steigern. Dazu seien massive Investitionen in den Ausbau der Raffineriekapazitäten vorgesehen. So würden die Spanier dafür in den nächsten Jahren 3,87 Mrd. Euro investieren. Mit 3,2 Mrd. Euro des Betrags plane der Ölkonzern, bis 2009 seine Raffineriekapazitäten in Spanien um 20% zu erweitern. Nach 2009 solle der Restbetrag investiert werden. Das Investitionsvorhaben sei Teil der im Mai angekündigten Aufwendungen zwischen 2005 und 2009 von insgesamt 21 Mrd. Euro.
Insgesamt seien die Q3-Zahlen von Repsol gut ausgefallen, lediglich die Produktionszahlen hätten etwas enttäuscht. Kurzfristig würden die Wertpapierexperten die hohe Abhängigkeit von Südamerika (speziell Argentinien) kritisch sehen. Hier würden einmal die Förderleistungen zurückgehen und des Weiteren sei das politische Umfeld aktuell sehr instabil. So stünden in Argentinien und Bolivien politische Veränderungen an. Der Austausch des bisherigen Wirtschaftsministers Argentiniens, Roberto Lavagna, signalisiere eine härtere Linie hinsichtlich der Öl- und Gaspreispolitik in Argentinien.
Vor diesem Hintergrund würden die Wertpapierexperten das umfangreiche Investitionsprogramm von Repsol begrüßen, da somit mittelfristig die hohe Anhängigkeit von Südamerika verringert würde. Im Branchenvergleich weise Repsol bisher eine relativ geringe Quote auf, die aktuelle Produktion durch Reserven zu ersetzen.
Mit einem KGV 2006e von knapp 10 sei der Titel im Peergroup-Vergleich leicht unterbewertet. Jedoch halte man den Abschlag aufgrund der aktuellen Unsicherheiten in Südamerika und der verhältnismäßig niedrigen Quote, die aktuelle Produktion durch Reserven zu ersetzen, für gerechtfertigt. Die Repsol-Aktie verliere heute im frühen Handel knapp 2% auf 25,10 Euro.
Obwohl die Wertpapierexperten von "pacconsec.de" auch zukünftig mit hohen Öl- und Gaspreisnotierungen rechnen, bewerten sie die Repsol-Aktie wegen der momentanen Unsicherheiten nur mit "halten".
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