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Alstom spekulative Empfehlung 23.06.1999
Finanzen online
Für die Analysten von "Finanzen online" sind die Aktien der französischen Alstom (WKN 914815) die spekulative Empfehlung der Woche.
Nach der Börseneinführung sei der Alstom-Kurs zunächst unter Druck geraten. Nun scheinen die Fronten aber geklärt zu sein und insbesondere in Folge der umfangreichen Kostensenkungs- und Restrukturierungsmaßnahmen des Unternehmens erscheine der Wert attraktiv.
Im Gegensatz zu einigen anderen europäischen Ländern präsentierten sich die Wirtschaftsaussichten in Frankreich weiterhin gut. Auch der französische Aktienmarkt habe mit einer Performance von über 10 Prozent im ersten Halbjahr 1999 diese Einschätzung zusätzlich unterstreichen können. Im europäischen Vergleich hatte der französische Aktienmarkt in diesem Zeitraum hinter Oslo und Stockholm den dritten Platz erobern können. Aktuell überzeugten dort besonders die Alstom-Aktien. Die beiden ehemaligen Muttergesellschaften Alcatel (Frankreich) und GEC (Großbritannien) hatten im vergangenen Jahr die immer wieder hinausgeschobene Abspaltung von Alstom endlich umgesetzt.
Die Börseneinführung hätte allerdings eigentlich zu keinem schlechteren Zeitpunkt erfolgen können. In der Folge brachten zunächst die Ereignisse in Rußland und anschließend in Lateinamerika die Aktienkurse unter Druck. Zu Beginn des laufenden Jahres zeichnete sich aber eine deutliche Erholung ab. Die schwierige Phase im vergangenen Jahr werde nun in der ex post-Analyse sogar positiv gesehen. Hier wurde das Programm "Stretch 30" initiiert, welches bereits jetzt zu umfangreichen Kostensenkungen geführt habe.
Darüber hinaus wolle sich Alstom auch von defizitären Sparten trennen. Mit diesem Programm solle das Unternehmen in "Form" gebracht werden. Durch den vergleichsweise frühen Beginn dieses Programms erschienen die Erfolgschancen für Alstom um so größer. Dieses Kostensenkungsprogramm wurde im vergangenen Jahr konzernweit eingeführt und ermöglichte bereits Einsparungen in Höhe von ca. DEM 400 Mio. In den Geschäftseinheiten in denen "Stretch 30" bereits früh eingeführt worden sei, seien Kostensenkungen von über 10 Prozent erzielt worden. Bereits jetzt konnten der operative Gewinn und der Reingewinn um 19 Prozent auf EUR 707 Millionen respektive um 32 Prozent auf EUR 303 Millionen gesteigert werden. Dies zudem vor dem Hintergrund eines um einen Prozentpunkt rückläufigen Umsatzes von EUR 14,07 Milliarden.
Die Industriesparte von Alstom habe im vergangenen Jahr Einbußen von sieben Prozent hinnehmen müssen. Um die Verluste einzudämmen, sollten Geschäftsbereiche mit Jahreseinnahmen von insgesamt EUR 850 Millionen veräußert werden. Im Ausblick auf das laufende Jahr erwarte Alstom, daß sich die solide Entwicklung, die sich aus dem jüngst verzeichneten Schwung ergeben habe, auch im neuen Geschäftsjahr zu besseren Ergebnissen führen werde. Aus einem Umsatz von EUR 16 Milliarden solle ein Gewinn in der Größenordnung von EUR 330 Millionen erwirtschaftet werden können. Je Aktie entspräche dies einem Gewinn von EUR 1,58, womit sich aktuell ein KGV von ca. 18 ergäbe.
Die Analysten der Credit Suisse First Boston sehen das KGV auf Basis ihrer Gewinnschätzungen für das Jahr 2000 allerdings bei 15. Die Umsetzung aller angestrebten Maßnahmen wurden dabei jedoch noch nicht vollständig antizipiert, wodurch die Aktie besonders attraktiv erscheint.
In Deutschland seien die Umsätze in diesem Wert noch schwach, deshalb raten die Analysten dazu, Orders unbedingt zu limitieren. Größere Aufträge sollten direkt in Paris plaziert werden.
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