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Nintendo "outperform"


25.05.2001
Salomon Smith Barney

Der Analyst Soichiro Fukuda des Investmenthauses Salomon Smith Barney bewertet die Aktie des Spielekonsolen-Herstellers Nintendo (WKN 864009) weiterhin mit dem Prädikat „outperform“.

Wie die Aktienexperten von Salomon Smith Barney mitgeteilt hätten, hätten die konsolidierten Zahlen mit den bereits am 18. April vorgelegten revidierten Unternehmenserwartungen, den Prognosen der Investmentbanker und der allgemeinen Markterwartung übereingestimmt. Der Umsatz sei übers Jahr um 12,8% auf 3,9 Mrd. US-Dollar (462,5 Mrd. Yen) gesunken. Als Grund hätten die Experten besonders auf die Verlangsamung des Verkaufs der Nintendo64-Konsolen verwiesen. Während dessen sei der wiederkehrende Gewinn um 77,5% auf jetzt 1,6 Mrd. US-Dollar (192,2 Mrd. Yen) im Jahresvergleich sprunghaft angestiegen, wobei dies vor allem auf Basis eines Wechselkurs-bedingten Gewinns von 555 Mio. US-Dollar (66,5 Mrd. Yen) geschehen sei. Die Abschlussergebnisse des Finanzjahres 2001 hätten einen durchschnittlichen Wechselkurs von Yen zu Dollar von 110,59 Yen für 1 US-Dollar übers Jahr zu Grunde gelegt, während am Jahresende ein Verhältnis von 123,9 Yen für 1 US-Dollar angesetzt worden sei.

Nintendo erwarte einen Anstieg der bestätigten Umsätze um 25,4% im Jahresvergleich auf jetzt 4,8 Mrd. US-Dollar (580,0 Mrd. Yen). Das Unternehmen prognostiziere für das Finanzjahr 2001 einen Anstieg des operativen Gewinns um 41,7% auf 1 Mrd. US-Dollar (120 Mrd. Yen) und rechne mit einem durchschnittlichen Wechselkurs von 121 Yen für 1 US-Dollar. Während nach Aussage der Analysten die von der Unternehmensleitung vorhergesagten Absatzzahlen für Soft- und Hardware vernünftig erschienen seien, habe die über der allgemeinen Markterwartung liegende Gewinnprognose für das laufende Geschäft überrascht.


Ausgehend von den Vorhersagen des Unternehmens gehen die Börsenexperten davon aus, dass Nintendo mit hohen Bruttoprofiten aus dem Verkauf der Gameboy Advance-Hardware rechne. Sie setzten hiefür einen geschätzten Wert von rund 17 US-Dollar bzw. 2.000 Yen pro Einheit an. Zusätzlich scheine das Unternehmen einen geringen Verlust im Umfeld der Gamecube-Hardware von 25 US-Dollar/3.000 Yen pro Konsole zu erwarten. Außerdem prognostiziere das Management augenscheinlich eine hohe Bruttomarge von ungefähr 85% aus der selbst entwickelten Gamecube-Software.

Nach Ansicht der Analysten sei der Gamecube letzte Woche auf der E3-Show in den USA sehr gut aufgenommen worden und habe die Unterstützung von internationalen externen Entwicklern gewinnen können. Man werde deshalb möglicherweise seine Erwartungen zum Gamecube für das Finanzjahr 2003 und die Projektion der Bruttomarge für den Gameboy Advance in absehbarer Zeit anpassen müssen. Nach einer Unterredung mit dem Management plane man eine detailliertere Analyse.

Die hohe Projektion der Bruttomarge für die Hardware des Gameboy Advance durch das Management impliziere, dass der Absatz der Handkonsole mitbestimmend für die Gewinnentwicklung im Finanzjahr 2002 sein werde. Mit einem erwarteten Wechselkurs von mehr als 121 Yen pro US-Dollar glaube man, dass der Wechselkurs zu einem Risiko für die Zukunft werden könne.

Die Aktienexperten von Salomon Smith Barney bewerten die Aktie unverändert als Outperformer bei hohem Investmentrisiko.




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