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Guidant verkaufen


08.11.2005
Pacific Continental Sec.

Die Wertpapierexperten von "pacconsec.de" stufen die Guidant-Aktie (ISIN US4016981056 / WKN 893513) mit "verkaufen" ein.

Negative Meldungen sowie ein schwaches drittes Quartal würden den Titel des US-Medizintechnikers belasten. Im Mittelpunkt habe zunächst die Meldung von Guidant gestanden, dass man den US-Pharmakonzern Johnson & Johnson auf die Einhaltung des 25,4 Mrd. USD schweren Übernahmeabkommens verklagt habe. Johnson & Johnson habe nämlich erst letzte Woche bekannt gegeben, dass man die geplante Übernahme möglicherweise nicht abschließen werde. Hintergrund sei der Rückruf von Produkten, welche den Wert von Guidant gemindert hätten. Ob sich Guidant mit der Klage aber durchsetzen könne sei nach Ansicht der Wertpapierexperten ungewiss.

Unterdessen habe der US-Medizintechniker die Zahlen für das dritte Quartal 2005 publiziert. Hier seien die Umsätze um 14 Prozent auf 795 Mio. USD eingebrochen. Der Nettogewinn sei von 161 Mio. USD bzw. 50 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum auf nun 65 Mio. USD bzw. 20 Cents je Aktie stark gesunken. Um Sondereffekte bereinigt hätte der Gewinn je Aktie bei 32 Cents gelegen. Dieser Wert habe sich aber immer noch deutlich unter den Marktschätzungen (51 Cents je Aktie) bewegt.


Neben den schwachen Zahlen habe folgende Meldung die Anleger aufgeschreckt: Guidant sei offenbar in das Visier vom New Yorker Generalstaatsanwalt Elliot Spitzer geraten. Hintergrund seien Fehlfunktionen eines Herzschrittmachers, welche im Februar 2002 entdeckt worden seien. Diese Fehler seien Medienberichten zufolge aber erst im Zeitraum April bis November durch Modifikationen behoben worden, während der Verkauf der modifizierten Geräte mit den Fehlfunktionen weitergelaufen sei. Den Meldungen zufolge verlange Spitzer nun die Vorlage aller Informationen zu den fehlerhaften Modellen sowie die Erstattung der Gewinne aus den fehlerhaften Verkäufen.

Unter dem Strich gestalte sich der News-flow bei Guidant derzeit negativ. Vor dem Hintergrund des Johnson & Johnson-Rückziehers, der zuletzt schwachen Ergebnisse und der Gefahr von Gewinnerstattung bezüglich der Ermittlungen durch den US-Staatsanwalt Spitzer spreche die fundamentale Situation derzeit gegen ein Engagement bei Guidant.

Die Aktie habe bereits deutliche Kursverluste verbuchen müssen. Charttechnisch gesehen würden die Wertpapierexperten eine Unterstützung erst bei rund 51 USD ausmachen. Anleger sollten auf einen Test dieser Linie aber nicht mehr warten und sich von ihren Papieren trennen. Der Titel habe gestern bei 57,52 USD geschlossen.

Vor diesem Hintergrund stufen die Wertpapierexperten von "pacconsec.de" die Guidant-Aktie mit "verkaufen" ein.




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