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Instinet umschichten 22.05.2001
Aktienservice Research
Die Analysten von Aktienservice Research nehmen derzeit die Aktien von Instinet (WKN 655941) genauer unter die Lupe.
Instinet sei sowohl im Aktien- als auch im Anleihemarkt tätig, und über das gleichnamige ECN (Electronic Communication Network – elektronische Handelsplattform) führe das Unternehmen derzeit täglich Transaktionen an über 40 Märkten aus. Instinet sei zudem Mitglied von 20 Börsen in Nordamerika, Europa und Asien. Neben dem Hauptsitz in New York habe das im Jahr 1969 gegründete Unternehmen Niederlassungen an acht weiteren Standorten. Im Jahre 1987 sei der elektronische Wertpapierbroker von der weltweit tätigen Nachrichtenagentur Reuters übernommen worden. Als eines der ersten größeren IPOs seit langer Zeit sei Instinet seit Freitag vergangener Woche an der Nasdaq notiert.
Im Vergleich zu Instinet habe die Investment Technology Group über die letzten vier Jahre ein durchschnittliches Wachstum des Vorsteuer-Ergebnisses von 32 Prozent realisiert, Instinet dagegen weise hier einen Wert von lediglich neun Prozent aus. Auch andere Instinet-Konkurrenten würden eine wesentlich höhere Marge als Instinet ausweisen, weshalb Aktienservice Research in fundamentaler Hinsicht für Instinet geringes Kurspotenzial einräume. Auch die Instinet-Umsatzmultiple von 29 auf Basis der 2000er-Werte liege über den entsprechenden Werten von Investment Technology Group (27) oder La-Branche & Co (ebenfalls 27). In Anbetracht der führenden Marktposition von Instinet lasse sich dies jedoch rechtfertigen.
Auch übertreffe die Marktkapitalisierung von Instinet mit derzeit 4,3 Milliarden den theoretischen Wert der Nasdaq, die ihren Börsengang im kommenden Jahr plane. So habe das Private-Equity-Unternehmen Hellman & Friedman kürzlich für 240 Millionen US-Dollar einen zehnprozentigen Anteil an der Nasdaq erworben, was entsprechend einen Wert der gesamten Nasdaq von 2,4 Milliarden US-Dollar (verglichen mit 4,3 Milliarden US-Dollar von Instinet) impliziere.
Anleger die ein Instinet-Engagement erwägen würden, sollten den Spill-Over-Effekt für die gesamte Financial-Services-Branche jetzt nutzen und nach Einschätzung von Aktienservice Research auch aufgrund der mittlerweile ambitionierten Bewertung des Titels lieber in aussichtsreiche, fundamental attraktivere Titel, wie zum Beispiel Investment Technology Group investieren.
Insgesamt müsse der Instinet-Investor auch berücksichtigen, dass das immense Wachstum, das die ECNs vorgelegt hätten, im Rahmen des wilden Bullenmarktes der neunziger Jahr stattgefunden habe, als private und institutionelle Investoren Milliarden in New-Economy-Unternehmen gepumpt und diese Titel dann bis zum Kollaps gehandelt hätten. Ob diese Zeit ungeachtet der erwarteten Erholung der Aktienmärkte wiederkehre, sei zumindest fraglich – fraglich seien vor diesem Hintergrund auch die mittelfristigen Wachstumsperspektiven der reinen ECNs, zumal in letzter Zeit viele Online-Broker und Handelssoftwarehersteller die Etablierung eigener ECNs geplant und zum Teil auch schon mit Erfolg durchgeführt hätten.
Die Analysten von Aktienservice Research empfehlen daher die Umschichtung in aussichtsreichere Titel.
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