|
 |
Turbo Call Optionsschein auf MTU Aero Engines: Rücksetzer als Chance? Optionsscheineanalyse 25.09.2023
Der Aktionär
Kulmbach (www.optionsscheinecheck.de) - Michael Schröder vom Anlegermagazin "Der Aktionär" stellt einen Open End Turbo Call Optionsschein (ISIN DE000UK7WU86/ WKN UK7WU8) der UBS auf die Aktie von MTU Aero Engines (ISIN DE000A0D9PT0/ WKN A0D9PT) vor.
Seitdem die Mängel an Triebwerken für Airbus-Jets bekannt geworden seien, habe die MTU-Aktie ein Viertel ihres Börsenwerts eingebüßt. Selbst die Bestätigung der Jahresprognosen habe der DAX-Aktie bisher keinen Rückenwind geben können. Analysten hätten ihre Schätzungen zwar angepasst, sähen zum Teil aber noch deutliches Kurspotenzial.
Neue Erkenntnisse über die Kosten, die der DAX-Konzern MTU an einem Rückruf von Triebwerken des US-Partners Pratt & Whitney tragen müsse, hätten die Anleger verschreckt. Die Aktien seien auf ein Jahrestief abgesackt. Das Chartbild habe sich enorm eingetrübt, doch nun deute sich im Kursverlauf zumindest eine erste Stabilisierung an.
Der Titel notiere aktuell etwas mehr als 40 Prozent unter dem Rekordhoch von 289,30 Euro vom Januar 2020, also vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Diese habe die Luftfahrtindustrie für einige Zeit zum Erliegen gebracht. Der MTU-Kurs habe innerhalb kurzer Zeit zwei Drittel seines Werts auf weniger als 100 Euro das Stück eingebüßt. Bis zum Frühjahr dieses Jahres habe sich die Aktie wieder deutlich erholen können und im April fast wieder 250 Euro gekostet, bevor Probleme mit den Triebwerken den Kurs stark belastet hätten.
Gehe es nach den Analysten, dann sollte sich die Aktie schon bald wieder von den Tiefstständen lösen. Kepler Cheuvreux habe den Wert zum Wochenstart sogar auf die "Sector Top Pick List" gesetzt. Analyst-Aymeric Poulain habe die "übel zugerichteten Aktien" aus der Liste der aus seiner Sicht schwächsten Branchenwerte gestrichen und sie in die Favoriten aufgenommen. Die "Schockwellen des Triebwerkrückrufs" seien zwar noch spürbar, der Markt habe die Kosten und Risiken aber sehr schnell eingepreist. Er setze darauf, dass auch das Anlegervertrauen zurückgewonnen werden könne und Marktanteilsverluste im Rahmen bleiben würden.
Citigroup-Experte Charles Armitage habe das Papier vor dem Wochenende noch von "neutral" auf "buy" hochgestuft. Sein von 242 auf 217 Euro gesenktes Kursziel bedeute für die Aktie aktuell immer noch ein Kurspotenzial von einem Drittel. Seitdem die Probleme mit den Getriebefan-Triebwerken (Geared Turbofan - GTF) für die Airbus-Modellfamilie A320neo Ende Juli bekannt geworden seien, habe die MTU-Aktie 70 Euro und damit 30 Prozent eingebüßt, so der Stratege. Fundamental gerechtfertigt seien in seinen Augen hingegen zunächst 15 Euro, im schlimmsten Fall weitere 18 Euro. Simple Arithmetik lasse aber die Anlegerstimmung außer Acht und funktioniere daher nicht, so Armitage. Letztlich seien die Probleme mit dem Getriebefan eine Sonderbelastung, die nicht die langfristige Bewertung bestimmen sollte. Ab 2027 rechne er mit einer Erholung der Barmittelzuflüsse bei dem Triebwerkshersteller.
"Der Aktionär" halte an seinem Fazit fest: Risikobewusste Anleger könnten die Aktie um 160/165 Euro einsammeln, um auf eine erste Gegenbewegung Richtung 180/185 Euro zu spekulieren. Ein enger Stopp sichere diese Position ab. Wer es etwas dynamischer angehen möchte, der setze mit dem Turbo-Call (WKN UK7WU8/akt. Kurs: 3,45 Euro) mit Hebel 4,5 auf dieses Szenario. Auch hier sollte zur Absicherung ein enger Stopp platziert werden.
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (25.09.2023/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|