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Inline-Optionsschein auf Boeing: Im Sinkflug - Optionsscheineanalyse 21.06.2022
boerse-daily.de
Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Ingmar Königshofen von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung einen Inline-Optionsschein (ISIN DE000SN0Z480/ WKN SN0Z48) von der Société Générale auf die Boeing-Aktie (ISIN US0970231058/ WKN 850471) vor.
Boeing habe ein tiefes ökonomisches Tal durchschritten und sollte durch das Wiedererstarken des weltweiten Flugverkehrs Auftrieb erfahren. Doch Nachlässigkeit bei der Sicherheit habe die FAA auf den Plan gerufen, die aus dem ökonomischen Blickwinkel die Auslieferungen des 787 "Dreamliner" verzögere.
Der Flugverkehr nehme nach der corona-bedingten Flaute wieder Fahrt auf, nachdem beispielsweise die Lufthansa erwäge, sogar den A380 wieder in Dienst zu stellen. Dennoch laute bei vielen Fluglinien auf der Langstrecke das Credo, sich von den vierstrahligen Maschinen zu verabschieden und die kleineren, effizienteren, zweistrahligen Maschinen einzusetzen. Das bedeute, dass die Fluglinien mit dem A350, Boeing 787 "Dreamliner" und der Boeing 777-X planen würden.
Doch Boeing habe sich sicherheitstechnisch in der Vergangenheit nicht mit Ruhm bekleckert und könne aktuell nicht wirklich liefern. Beim Dreamliner wolle die US-Luftfahrtbehörde FAA jedes einzelne Flugzeug abnehmen, nachdem große Versäumnisse bei der Sicherheit aufgedeckt worden seien und zwei schreckliche Abstürze bei dem Muster 737 Max zu beklagen gewesen seien. Auch bei der 777 X gebe es eine lange Verzögerung bei der Inbetriebnahme.
Das All Time High habe der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Anfang März 2019 bei 391,76 USD markiert. Die beiden Abstürze der 737 Max und die der Corona-Pandemie folgenden Einschränkungen im Reiseverkehr hätten am Kurs von Boeing genagt. Im März 2020 sei der Boeing Kurs wie ein Stein auf das partielle Tief bei 83,16 USD gefallen. Die Erholung sei wenig dynamisch erfolgt und mittlerweile sei der Kurs auf das Niveau vom März 2020 zurückgegangen.
Der Support im Bereich 80,00 bis 92,44 USD habe im März 2020 gehalten und sollte auch aktuell als Richtwert dienen. Das bedeute nicht, dass der Aktienkurs in einer drohenden Stagflation nicht noch weiter sinken könnte, aber die Pandemie habe die Luftfahrtkonzerne schon sehr weit an den Rand gedrückt. In einem möglichen Szenario sei in der aktuellen Marktsituation ein plötzlicher Kursausschlag nach oben auch sehr schwer denkbar. Auch der Schlusskurs bei 136,80 USD liege in der mittleren Range des Inline-Bereichs.
Mit einem Inline-Optionsschein bezogen auf die Aktie von Boeing würden risikofreudige Anleger den maximalen Auszahlungsbetrag von 10,00 Euro erzielen, wenn sich die Aktie bis einschließlich 19.08.2022 durchgehend über der unteren Knockout-Schwelle von 80,00 USD und unterhalb der oberen Knockout-Schwelle von 180,00 USD bewege. Gerechnet vom Stand des Scheins am 20. Juni 2022 um 20.15 Uhr (Briefkurs 8,42 Euro), würde dies einem annualisierten Kursgewinn von 114,15 Prozent entsprechen.
Werde eine der beiden Knockout-Schwellen erreicht, trete ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ein. Falls der Aktienkurs von Boeing unter den Supportbereich bei 92,44 USD falle oder über den Kernwiderstand bei 166,68 USD klettere, sollte zur Vermeidung eines Knockouts der vorzeitige Ausstieg aus der spekulativen Position erwogen werden. (21.06.2022/oc/a/a)
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