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Call-Optionsschein auf Salesforce: Techkonzern lockt mit tieferem Einstieg - Optionsscheineanalyse 02.12.2021
boerse-daily.de
Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Harald Zwick von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung einen Call-Optionsschein (ISIN CH1115148046 / WKN UE9SQC) der UBS auf die Aktie von Salesforce.com Inc. (ISIN US79466L3024/ WKN A0B87V) vor.
Das Management von Salesforce habe am 30. November nachbörslich die Zahlen zum dritten Quartal für das Finanzjahr 2022 präsentiert. Die Rückgänge bei den EPS seien stärker als von den Marktteilnehmern erwartet gewesen, was am 1. Dezember für einen veritablen Kursrückgang gesorgt habe. Salesforce sei ob der hohen KGVs und der starken Fluktuation der Gewinne eines von den risikoreicheren Papieren. Aktuell seien genug Federn gelassen worden und es würden sich mittelfristig wieder Einstiegskurse auftun.
Salesforce sei die weltweit führende CRM-Plattform (Customer Relationship Management). Für die Cloud-basierten CRM-Anwendungen für Vertrieb, Service, Marketing und mehr müssten keine teuren IT-Experten beschäftigt werden. Die Zahlen für das Q3 2022, welches am 31. Oktober 2021 schließe, seien für die Aktionäre nicht herausragend genug gewesen. Die am 30. November nachbörslich präsentierten Zahlen hätten am 1. Dezember für einen massiven Abverkauf in Höhe von 11,74 Prozent gegen den Markttrend gesorgt. Zwar habe der Q3 Umsatz im Jahresvergleich um 23 Prozent gesteigert werden können, der Gewinn pro Aktie (EPS) sei aber im selben Zeitraum um 60 Prozent von 1,19 auf 0,48 US-Dollar gesunken. Die Prognose für das Q4 im Finanzjahr 2022 weise sogar einen EPS-Verlust von 0,23 bis 0,24 US-Dollar aus.
Der Salesforce-Kurs habe am 24. November 2021 den Aufwärtstrend verlassen und sei im 8-Monatsvergleich wieder auf das Niveau der Benchmark NASDAQ 100 zurückgefallen. Vom aktuellen All Time High vom 5. November 2021 in Höhe von 311,40 US-Dollar sei das Papier in eine Konsolidierungsphase gerutscht, die gestern ihr vorläufiges Tief bei 253,17 US-Dollar markiert habe. Dies entspreche einem Einbruch um knapp 20 Prozent. Der Supportbereich bei 250,81 US-Dollar sei getestet, aber nicht nachhaltig unterschritten worden. Dies könnte der Anfang einer Bodenbildung innerhalb der Konsolidierung sein. Betrachte man die Historie der EPS, falle auf, dass die Werte sehr stark schwanken würden. Eine Schlussfolgerung könne aus diesem Bild jedoch gezogen werden: Die Aktionäre seien bereit, ein sehr hohes KGV zu akzeptieren. So liege aktuell das erwartete KGV 2022/23 bei 203. Der Fall Amazon habe gezeigt, dass eine lange Wachstumsphase mit hohen KGVs möglich sei, wenn stark reinvestiert werde. Ob Salesforce mittel bis langfristig ein ähnliches Potenzial habe, werde die Zukunft zeigen. Mittelfristig ermögliche der Kursrückgang jedoch wieder tiefere Einstiegsniveaus.
Risikobereite Anleger, die von einer steigenden Salesforce-Aktie bis auf 298,84 US-Dollar ausgehen würden, könnten mit einem Call-Optionsschein überproportional mit einem Omega von 3,71 profitieren. Bei angenommener konstant hoher impliziter Volatilität von 35% und dem Ziel bei 298,84 US-Dollar (3,59 Euro beim Optionsschein) bis zum 31.01.2022 sei eine Rendite von rund 81% zu erzielen. Sinke der Kurs des Basiswertes in dieser Periode auf 251,84 US-Dollar, resultiere daraus ein Verlust von rund 21% beim Optionsschein. Das Chance-Risiko-Verhältnis betrage somit 3,83 zu 1, wenn bei 251,84 US-Dollar (1,56 Euro beim Schein) eine Stop-Loss Order vorgesehen werde. (02.12.2021/oc/a/a)
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