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Discount Put auf Bayer: Bayer kommt bei der Beilegung der Glyphosat-Streitigkeiten nicht voran - Optionsscheineanalyse 10.06.2021
ZertifikateJournal
Schwarzach am Main (www.optionsscheinecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe einen Discount Put-Optionsschein (ISIN DE000HR5EG56/ WKN HR5EG5) von der HVB auf die Aktie von Bayer (ISIN DE000BAY0017/ WKN BAY001) vor.
In den Glyphosat-Rechtstreitigkeiten habe Bayer erneut einen empfindlichen Rückschlag erlitten. Der Agrarchemiekonzern habe künftigen Klagen gegen Zahlung von zwei Mrd. Dollar aus dem Weg gehen wollen - eine Lösung, die das Gericht vorläufig nicht genehmigt habe. Bayer wolle nach der erneuten Schlappe nun einen anderen Weg beschreiten. Am geplanten Kostenrahmen von zwei Mrd. Dollar solle sich aber erst einmal nichts ändern. Konkret wolle Bayer mit einem Fünf-Punkte-Plan die Sache nun endlich in den Griff bekommen. Dabei plane das Unternehmen zum einen eine Internetseite mit wissenschaftlichen Studien zu Glyphosat-basierten Produkten und wolle - mit Genehmigung der US-Umweltbehörde EPA - einen entsprechenden Hinweis auf Roundup-Produkten anbringen. Gleichzeitig erwäge Bayer, solche Produkte nicht länger an US-Privatkunden zu verkaufen, "da die ganz überwiegende Mehrheit der Kläger behauptet, Roundup-Produkte für Privatzwecke verwendet zu haben." Das viel größere Geschäft etwa mit Landwirten wäre davon nicht betroffen.
Wie lange die EPA für eine Entscheidung brauchen werde, sei ungewiss. Zudem prüfe Bayer, wie ein unabhängiges wissenschaftliches Beratungsgremium eingerichtet werden könnte, in dem externe Experten die Erkenntnisse zur Sicherheit von Roundup überprüfen würden. Die Maßnahmen seien sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung, dennoch sei eine Beilegung der Glyphosat-Streitigkeiten in weite Ferne gerückt. Somit würden wieder die Unsicherheiten überwiegen.
Da der Aktienkurs dadurch gedeckelt sein dürfte, empfiehlt sich für risikobereite Anleger ein Discount Put (WKN HR5EG5) von der HVB mit Cap bei 60 Euro - hier sind im Dezember 17,2 Prozent drin, so die Experten vom "ZertifikateJournal". (Ausgabe 22/2021) (10.06.2021/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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