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Turbo Long 29,706 open end auf HelloFresh: Anhaltend hohe Nachfrage - Optionsscheineanalyse 12.11.2020
DZ BANK
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK, stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von HelloFresh (ISIN DE000A161408/ WKN A16140) einen Turbo Long 29,706 open end (ISIN DE000DFJ9SA2/ WKN DFJ9SA) mit dem Basiswert HelloFresh vor.
Nach den kräftigen Zuwächsen im ersten Halbjahr habe HelloFresh auch im dritten Quartal 2020 eine rege Nachfrage nach seinen Kochboxen verzeichnet. Mit dem Konzept Essen auf Rezept könne der Pionier auf diesem Gebiet weiter punkten. Ende September hätten weltweit bereits 5 Millionen aktive Kunden den Dienst genutzt, sich die Zutaten für leckere Rezepte bequem nach Hause liefern zu lassen. Das seien 91,5% mehr als vor einem Jahr gewesen. Es seien aber nicht nur viele neue Abnehmer hinzugekommen. Auch die Bestellungen je Nutzer und der durchschnittliche Bestellwert hätten zugelegt.
Kräftig steigende Ergebnisse seien die Folge dieser Entwicklung. Aufgrund des guten Abschneidens im dritten Quartal sowie einer anhaltend hohen Nachfrage zu Beginn des vierten Quartals habe die Gesellschaft ihre Umsatzprognosen für das Gesamtjahr erhöht. Währungsbereinigt gehe man auf Basis der derzeitigen Wechselkurse von einem Umsatzplus von 91% bis 101% aus. Ein wichtiger Faktor bei den Wechselkursen sei insbesondere der US-Dollar, weil der Konzern stark in den USA präsent sei. Der Umsatzanteil aus den Vereinigten Staaten habe zuletzt bei 56,4% gelegen. Währungsschwankungen, die sich insbesondere aus dem Wechselkurs Euro/US-Dollar ergeben würden, seien damit grundsätzlich ein Risiko für die Geschäftsentwicklung.
Das kräftige Umsatzwachstum in den vergangenen Monaten habe dazu geführt, dass sich inzwischen verstärkt positive Skaleneffekte in den Ertragskennziffern bemerkbar machen würden. Das gelte für die absoluten Werte. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe sich in den ersten neun Monaten 2020 im Vorjahresvergleich von 7,7 auf 331,4 Mio. Euro vervielfacht. Gleichzeitig habe sich die entsprechende Marge von 2,6% auf 12,5% verbessert. Für das Gesamtjahr erwarte HelloFresh einen Wert zwischen 11,25% und 12,75% und erhöhe damit ebenfalls das bisherige Ziel.
Neben dem kräftigen Umsatzwachstum bewerten wir insbesondere die Verbesserung der Profitabilität positiv, so Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK. Die Entwicklung verdeutliche Landaus Einschätzung nach das geschäftliche Wachstumspotenzial von HelloFresh. Das Unternehmen sei dabei nicht nur Pionier in dieser Nische des Lebensmittelhandels, die sich durch vergleichsweise hohe Gewinnmargen auszeichne. Es habe sich zudem in Europa und den USA eine marktführende Stellung erarbeitet, wozu auch Zukäufe beigetragen hätten. Als gewichtigen Vorteil sehe Marcus Landau von der DZ BANK die inzwischen aufgebauten Strukturen, beispielsweise in den Bereichen IT, Logistik, Beschaffung und Service. Damit hätten die Berliner eine gute Basis, um ihre Expansionsambitionen fortzusetzen.
Die Corona-Sondersituation spiele dem Unternehmen dabei zusätzlich in die Karten, wie die zuletzt sehr hohen Zuwächse bei der Kundenanzahl verdeutlichen würden. Kehrseite dieser Medaille ist aus unserer Sicht aber, dass aufgrund der gestiegenen Nachfrage erste Engpässe bei der Belieferung auftreten, so Marcus Landau von der DZ BANK weiter. Hier müsse die Gesellschaft aufpassen, dass nicht vermehrt bestehende Kunden abspringen würden, wenn sich die Fälle von Nichtlieferungen oder verzögerten Lieferungen häufen würden. Um dem entgegenzuwirken, sei der Aufbau neuer Kapazitäten nötig. Längerfristig sehe man zudem ein Risiko in einem verstärkten Wettbewerb in diesem lukrativen Markt, was ein potenziell drückender Faktor für die Gewinnmargen sei.
Beim Blick auf die Kursentwicklung der Aktie sehe Marcus Landau von der DZ BANK einen übergeordneten Aufwärtstrend, der trotz des jüngsten deutlichen Kursrückgangs weiterhin intakt sei. In diesem Zusammenhang biete sich seines Erachtens eine Trading-Chance auf der Long-Seite, wenn die entsprechenden Signale vorlägen. Als solche werte Landau eine Kursstabilisierung in der Zone von 32 bis 36 Euro, die sich aus der sekundären Aufwärtstrendlinie sowie dem Korrekturtief von September 2020 ableiten lasse. Dort sei eine Gegenbewegung möglich. Entsprechende Long-Positionen könnten dann mit einem Stopp-Loss unter der Aufwärtstrendlinie (aktuell bei 32 Euro) abgesichert werden. Bei HelloFresh sollte man zudem die hohe Volatilität der Aktie und die ambitionierte Bewertung beachten.
Mit Hebelprodukten könnten Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiere das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln könne, bestehe das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt werde. Der Kapitalverlust könne ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen könne.
Auf den Basiswert HelloFresh SE stünden verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel sei der Endlos-Turbo Long mit einem Basispreis von 29,704 Euro sowie einer Knock-Out-Barriere von 29,704 Euro. Das Produkt eigne sich für Anleger, die auf steigende Kurse des Basiswerts setzen möchten. Der Endlos-Turbo Long auf die HelloFresh SE habe keine feste Laufzeit, könne aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintrete. Ein Knock-Out-Ereignis trete ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet werde) mindestens einmal auf oder unter der Knock-Out-Barriere liege. Trete ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfalle das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals komme. (Stand vom 11.11.2020) (12.11.2020/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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