|
 |
Inliner auf Bayer: Bilanz überzeugt, aber jetzt liegen die "good news" auf dem Tisch - Optionsscheineanalyse 28.04.2020
boerse-daily.de
Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Die vom Bayer-Konzern (ISIN DE000BAY0017/ WKN BAY001) am Montagmorgen vorgelegten Ergebnisse des ersten Quartals 2020 übertrafen die Erwartungen der Analysten ebenso wie die der Anleger. Die Aktie legte als Reaktion deutlich zu, wobei man wohl vor allem honorierte, dass Bayer an der bisherigen 2020er Prognose festhält, zumindest vorerst. Damit dürfte der Weg der Aktie nach unten begrenzt sein. Angesichts des Umstands, dass der Kurs bereits 50 Prozent der vorherigen Abwärtsbewegung korrigiert hat, wäre aber auch auf der Oberseite nicht mehr mit allzu großem Potenzial zu rechnen. In einer solchen Konstellation bietet ein Inline-Optionsschein eine interessante Investment-Chance, so Ronald Gehrt von "boerse-daily.de" in seiner aktuellen Veröffentlichung zum Inliner (ISIN DE000SR67B24/ WKN SR67B2) der Société Générale.
Wo andere über immense Umsatz- und Gewinneinbußen klagen würden, habe Bayer glänzen können: Der Umsatz des Pharma- und Crop Science-Konzerns habe gegenüber dem ersten Vierteljahr 2010 um 4,85 Prozent zugelegt, der Gewinn, gerechnet als Konzernergebnis, habe mit 1,489 Milliarden Euro um knapp 20 Prozent über dem Vergleichsquartal gelegen. Was den weiteren Verlauf des Jahres angehe, habe Bayer zwar eingeräumt, dass eine verlässliche Einschätzung erst im weiteren Jahresverlauf möglich sein werde, grundsätzlich habe man den bisherigen, im Februar ausgegebenen Ausblick aber beibehalten.
Die Frage stelle sich indes, ob es tatsächlich gelinge, dieses überraschend starke Ergebnisniveau über das Jahr hinweg zu halten, denn Bayer habe hervorgehoben, dass der Umsatzanstieg weniger trotz, sondern eher wegen der Pandemie zustande gekommen sei. Zum einen durch eine vorgezogene Nachfrage nach Produkten aus der Sparte Crop Science, zum anderen durch die aufgrund der Pandemie deutlich gestiegene Nachfrage nach Schmerzmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln. Was im ersten Quartal in diesen wichtigen Segmenten mehr umgesetzt worden sei, könnte also in den kommenden Quartalen weniger verkauft werden. Dämpfend könnte sich auch noch ein anderer Aspekt auswirken:
Die Zahl der Klagen in Bezug auf die Auswirkungen von glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmitteln der Bayer-Tochter Monsanto sei auf 52.500 gestiegen. Das sei ein Damoklesschwert, das vorerst weiter über dem Aktienkurs schweben dürfte. Grundsätzlich sei es daher weiterhin eher eine Korrektur in einem Abwärtstrend als eine vollzogene Wende, was die Aktie derzeit zeige, zumal sich der Kurs nicht nur langsam wieder dem markttechnisch überkauften Bereich nähere, sondern auch auf zwei markante charttechnische Hürden zusteuere:
Zum einen befinde sich die Aktie derzeit im Bereich der markanten Kurslücke zwischen 60,54 und 63,50 Euro, die am 9. März entstanden sei. Deren Schließen könnte nicht nur aufgrund der bereits nahe des überkauften Levels rangierenden Markttechnik zu Gewinnmitnahmen und damit zu Druck auf den Kurs führen, sondern auch aufgrund des Umstands, dass bei aktuell 65,81 Euro, knapp oberhalb dieser Kurslücke, die wichtige 200-Tage-Linie als Widerstand warte. Gerne würden sich die Akteure noch vor dem Erreichen solcher Hürden ihren Gewinn sichern. Mit dieser Kombination aus ermutigenden Bilanzdaten einerseits und einem bereits im Vorfeld deutlich nach oben gelaufenen Kurs andererseits wäre ein Inline-Optionsschein mit relativ kurzer Laufzeit für risikofreudige Marktteilnehmer eine interessante Option.
Mit einem Inline-Optionsschein (WKN SR67B2) auf die Bayer-Aktie würden risikofreudige Anleger den maximalen Auszahlungsbetrag von 10,00 Euro erzielen, wenn sich die Aktie bis einschließlich 19.06.2020 durchgehend über der unteren Knockout-Schwelle von 40,00 Euro und unterhalb der oberen Knockout-Schwelle von 72,00 Euro bewege. Gerechnet vom Stand des Scheins am 27. April 2020 um 17:00 Uhr (Briefkurs 8,49 Euro), würde dies einem Kursgewinn von 17,8 Prozent entsprechen. Sollte eine der beiden Knockout-Schwellen erreicht werden, würde ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals eintreten. Zur Vermeidung eines solchen Knockouts sollte deshalb der vorzeitige Ausstieg aus dieser spekulativen Position erwogen werden, falls die Bayer-Aktie mit Schlusskursen über 67,00 Euro signifikant über der 200-Tage-Linie schließe oder aber mit Schlusskursen unter 55,00 Euro deutlich unterhalb der die Aufwärtsbewegung begleitenden 20-Tage-Linie aus dem Handel gehen sollte. (28.04.2020/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|