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Investmentidee: Vontobel-Optionsscheine auf Bayer - Turnaround des Jahres? Optionsscheineanalyse 26.08.2019
Bank Vontobel Europe AG
München (www.optionsscheinecheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von Bayer (ISIN DE000BAY0017/ WKN BAY001) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Optionsscheinen von dieser Einschätzung profitieren können.
Ein Kursanstieg wie der von EUR 55,50 auf EUR 67,72 innerhalb von zwei Tagen lasse sich bei DAX-Konzernen nur selten beobachten. Doch genau diesen Kursanstieg habe die Bayer-Aktie diesen Monat hingelegt. Und zwar bereits als Gerüchte über den Verkauf der Tiermedizinsparte aufgekommen seien und ein Bloomberg-Bericht über eine etwaige Einigung in den Glyphosat-Prozessen veröffentlicht worden sei. Danach habe die Aktie wieder etwas abgegeben, sich aber im Zuge der Unruhe am Markt in der letzten Woche vom DAX abkoppeln und als einer der wenigen Werte eine positive Performance liefern können.
Aktuell handle die Aktie wieder bei EUR 67,85, was 15,95 Euro über dem Tiefststand, der Anfang Mai markiert worden sei, liege. Auffällig sei, wie sensibel die Aktie auf gute Nachrichten reagiere, ein weiteres Beispiel sei die Offenlegung der Beteiligung durch Elliott und Verkündung eines Sonderausschusses zu den Prozessen, Ende Juni, gewesen.
Über das Engagement von Paul Singers Investment Vehikel sei bereits seit dem Jahreswechsel spekuliert worden, die Bestätigung habe es jedoch erst in Form eines Statements der Gesellschaft gegeben. Ungefähr 2% der Bayer-Aktien sollten im Besitz des Hedgefonds sein, offengelegt werden müssen habe diese Beteiligung nicht, da die Schwelle für eine Verpflichtung dazu erst bei 3% liege. Bisher zeige sich der Fonds von seiner freundlichen Seite und könnte auch die treibende Kraft hinter dem Verkauf der Tiermedizinsparte und der Akquisition eines Biotech Unternehmens Anfang des Monats gewesen sein.
Die außerordentlich starken Kursbewegungen würden gut aufzeigen, was die Aktie noch an Potenzial biete, selbst bei dem auf ca. EUR 67 pro Aktie gestiegenen Preis liege das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis bei nur 1,89, während es 2014 noch bei 25 gelegen habe. Das heiße, es würde weniger als zwei Jahre dauern, bis das Unternehmen seinen aktuellen Wert erwirtschaftet habe. Auch Elliott Capital sehe das Unternehmen massiv unterbewertet, so habe es in einem Statement geheißen, dass der derzeitige Firmenwert "bestehende Wertschaffungsmöglichkeiten von mehr als 30 Mrd. Euro nicht widerspiegelt".
Aktuell gehe man davon aus, dass für einen Vergleich in den Glyphosat-Prozessen etwa USD 30 Mrd. eingepreist seien. Jede Einigung, die unter USD 10 Mrd. läge, würde von der Börse wohl als "sehr gute Nachricht" gesehen werden, dies habe auch zuletzt das Gerücht über eine USD 8 Mrd. Einigung gezeigt, welches den Kurs innerhalb eines Tages um bis zu 11% in die Höhe getrieben habe. Die Veräußerung des 60%igen Anteils am Chemiepark Betreiber Currenta sowie die vereinbarten Verkäufe von Dr. Scholl, Coppertone und der Geschäftseinheit Animal Health sollten die "Kriegskasse" ordentlich füllen. Außerdem werde erwartet, dass die Finanzverbindlichkeiten bis zum Jahresende deutlich abgebaut werden könnten.
Die USD 63 Mrd. Übernahme von Monsanto sei die größte jemals von einem deutschen Unternehmen durchgeführte gewesen. Insider würden berichten, dass die Integration in den Konzern gut verlaufe. Das Potenzial durch Synergieeffekte sei groß. Weiterhin fließe laut einem Reuters-Bericht auch ein massives Budget in die Forschung, um Alternativprodukte zu dem umstrittenen Glyphosat zu entwickeln.
Durch die zuletzt erfolgten Verkäufe habe der Konzern nun wieder eine klare Struktur, das Geschäft bestehe im Wesentlichen aus den Sparten Pharma und Crop Science, also Pflanzenschutz. Und hier aus der Produktion und Vermarktung verschiedener Produkte.
Das Analysteninteresse an Bayer sei groß, in den vergangenen sieben Wochen hätten 22 Analysten eine Gewinnschätzung abgegeben. Zuletzt hätten die "buy"-Empfehlungen von Morningstar und der Bank of America besondere Aufmerksamkeit erregt. Morningstar habe ein 12-Monatsziel von EUR 108 pro Aktie bekannt gegeben, die Bank of America habe das Kursziel von EUR 70 auf EUR 85 gehoben.
Bayer habe zuletzt die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Der erwartete Umsatz liege bei EUR 46 Mrd., was einer Steigerung um ca. 4% gegenüber dem Vorjahr entspreche.
Insgesamt sei die Aktie interessant. Auch wenn die zukünftige Entwicklung sicherlich stark von einem Gerichtsurteil bzw. einer Einigung im Rechtsstreit abhänge, scheine noch Wertsteigerungspotential vorhanden zu sein.
Die Bayer-Aktie werde aktuell bei EUR 68,32 (22.08.2019) gehandelt. Das 52-Wochenhoch habe bei EUR 84,38 gelegen (22.08.2018), das Jahrestief bei EUR 51,90 (14.05.2019). Bei Bloomberg würden 15 Analysten die Aktie auf "buy", 13 auf "hold" und vier Analysten auf "sell" setzen.
Eine Investmentidee sei zum Beispiel der Call-Optionsschein (ISIN DE000VF31AP3/ WKN VF31AP) auf Bayer. Der Basispreis befinde sich bei EUR 56,00. Das Bezugsverhältnis liege bei 0,1. Der Hebel belaufe sich auf 4,82. Der Geldkurs liege bei EUR 1,36. Der Briefkurs werde bei EUR 1,37 gesehen. Der Bewertungstag sei am 19.06.2020. (Stand: 26.08.2019, 14:23)
Interessant sei auch der Put-Optionsschein (ISIN DE000VF1F865/ WKN VF1F86) auf die Aktie von Bayer. Der Basispreis betrage EUR 58,00. Das Bezugsverhältnis liege bei 0,1, der Hebel bei 12,54. Der Geldkurs belaufe sich auf EUR 0,52 und der Briefkurs betrage EUR 0,53. Der Bewertungstag sei der 19.06.2020. (Stand: 26.08.2019, 14:23)
Eine Investmentidee sei zudem der Turbo Put-Optionsschein (ISIN DE000VA8E9B7/ WKN VA8E9B) auf Bayer. Der Basispreis und der Knock Out befänden sich bei EUR 73,54, das Bezugsverhältnis bei 0,1 und der Hebel bei 8,98. Der Abstand zum Knock-Out belaufe sich auf 10,63%. Der Geldkurs betrage EUR 0,74 und der Briefkurs EUR 0,75. (Stand: 26.08.2019, 14:29)
Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen sei von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen habe. Der Aktienkurs könne sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen könnten. (Ausgabe vom 23.08.2019) (26.08.2019/oc/a/d) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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