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Wave XXL-Optionsscheine auf Tesla: Die nächste Gelegenheit? - Optionsscheineanalyse


01.08.2019
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DC5HG62/ WKN DC5HG6) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DC358R0/ WKN DC358R) der Deutschen Bank auf die Tesla-Aktie (ISIN US88160R1014/ WKN A1CX3T) vor.

Mit dem jüngsten Quartalsbericht habe Tesla erneut für Zweifel gesorgt, ob der kalifornische Elektrowagenbauer mit anderen Automobilkonzernen konkurrieren und dabei profitabel arbeiten könne. Allerdings sei es noch nicht zu spät, die Kurve zu kriegen.

Im ersten Quartal 2019 habe Tesla mit Auslieferungsproblemen rund um das "Model 3" zu kämpfen gehabt. Dem Konzern habe vor allem der Transport der Autos nach China und Europa zu schaffen gemacht. Im zweiten Quartal habe Tesla diese Probleme besser in den Griff bekommen. Schließlich habe Konzernchef Elon Musk seiner vollmundigen Ankündigung, ein Rekordquartal abzuliefern, auch Taten folgen lassen können. Laut Unternehmensangaben vom 24. Juli habe Tesla zwischen April und Juni 95.356 Fahrzeuge ausgeliefert, während im gleichen Zeitraum 87.048 Autos hätten produziert werden können. Damit seien die jeweiligen Bestwerte aus dem Schlussquartal 2018 übertroffen worden. Trotz dieses Erfolges hätten sich Investoren von der jüngsten Bilanz jedoch enttäuscht gezeigt.


Als Reaktion auf einen überraschend hohen Quartalsverlust habe die Tesla-Aktie am Tag nach der Zahlenbekanntgabe knapp 14 Prozent an Wert eingebüßt. Es sei der höchste Tagesverlust seit September 2018 gewesen. Damit setze sich der Trend der vergangenen Jahre fort. Die Tesla-Papiere würden sehr starken Kursschwankungen ausgesetzt bleiben. Dies liege auch daran, dass das Unternehmen in Sachen Profitabilität keine großen Erfolge vorzuweisen habe. Für Kurspotenzial sorge in erster Linie der charismatische Konzernchef Elon Musk. Er es schaffe es immer wieder die großen Möglichkeiten für Tesla im Bereich Mobilität der Zukunft herauszustellen. Dazu würden nicht nur Elektroautos, sondern zum Beispiel auch der Bereich autonomes Fahren gehören. Besonders große Pläne habe Tesla für seine "Robotaxis".

Zuletzt schien auf Anlegerseite jedoch der Blick auf die schwache Profitabilität zu überwiegen. Während Tesla mit steigenden Kosten zu kämpfen habe, würden immer mehr Fahrzeuge des massenmarkttauglichen "Model 3" im Vergleich zu den teureren Modellen "S" und "X" verkauft. So hätten sich Marktteilnehmer vor allem enttäuscht gezeigt, dass die Bruttomarge im zweiten Quartal auf 14,5 Prozent geschrumpft sei, nach 15,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Für Enttäuschung habe aber auch das Ausscheiden des langjährigen Technik-Chefs JP Straubel aus dem operativen Dienst gesorgt. Von nun an werde er nur noch als Berater tätig sein. Dabei handle es sich nicht um den ersten Abgang eines wichtigen Unternehmenslenkers.

Trotz der enttäuschenden Bilanz für das zweite Quartal habe sich an den Zukunftsaussichten für Tesla nicht viel geändert. Risikofreudige Anleger könnten immer noch auf das Unternehmen im Bereich Elektromobilität oder autonomes Fahren setzen. In diesem Fall könnte sich mit den jüngsten Kursverlusten der Tesla-Aktie eine günstige Einstiegsmöglichkeit aufgetan haben. Darüber hinaus bekomme der Konzern seine Produktions- und Auslieferungsprobleme immer besser in den Griff.

Einen wichtigen Meilenstein dürfte in dieser Hinsicht das Anlaufen der Produktion in der Gigafactory in Shanghai im Schlussquartal dieses Jahres darstellen. Zudem habe das Management trotz der verschiedenen Herausforderungen das Produktionsziel für das laufende Geschäftsjahr von 360.000 bis 400.000 Autos bestätigt. Darüber hinaus sollte im dritten Quartal endlich wieder ein Gewinn erzielt werden.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Tesla-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,45, die Barriere bei 179,05 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,66, Barriere bei 275,20 US-Dollar) auf fallende Kurse der Tesla-Aktie setzen. (Stand vom 30.07.2019) (01.08.2019/oc/a/a)




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