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Wave XXL-Optionsscheine auf Fresenius: Hat der Gesundheitskonzern seine Lektion gelernt? Optionsscheineanalyse 01.03.2019
X-markets by Deutsche Bank
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DC0BPF7/ WKN DC0BPF) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DS8WYZ8/ WKN DS8WYZ) der Deutschen Bank auf die Aktie von Fresenius (ISIN DE0005785604/ WKN 578560) vor.
Die Fresenius-Aktie habe ihr Zwischentief überwunden. Allerdings stehe es noch nicht fest, ob der Bad Homburger Gesundheitskonzern dauerhaft zu alter Stärke zurückfinden könne.
Fresenius habe 2018 für einige negative Überraschungen gesorgt. Gewinnwarnungen seien Anleger beim erfolgsverwöhnten Unternehmen nicht gewohnt gewesen. Stattdessen habe Fresenius vor allem dank Übernahmen für ein starkes Wachstum und eine beeindruckende Serie von Dividendenerhöhungen gestanden. Allerdings habe die Dialyse-Tochtergesellschaft Fresenius Medical Care (FMC) bereits seit einiger Zeit damit zu kämpfen gehabt, dass die US-Politik den hohen Kosten des Gesundheitssystems im Land den Kampf angesagt habe. Auch beim Krankenhausbetreiber Helios sei es nicht mehr rund gelaufen. Der Fresenius-Tochter mache der Trend zur ambulanten Behandlung, der zu geringeren Patientenzahlen in ihren Kliniken führe, zu schaffen.
Mit den jüngsten Geschäftszahlen hätten jedoch sowohl Fresenius als auch FMC Anleger beruhigen können. Die beiden im deutschen Leitindex DAX notierten Aktien hätten im Zuge der allgemeinen Marktstabilisierung ihre Erholung eingeleitet. Einige Investoren dürften der Ansicht gewesen sein, dass Fresenius und FMC zuvor etwas zu hart beurteilt worden seien. Andere dürften wiederum auf die günstiger gewordene Einstiegsgelegenheit geblickt haben. Zumal Fresenius als Gesundheitskonzern weiterhin von globalen Trends profitieren sollte. Dazu würden das weltweite Bevölkerungswachstum, der medizinische Fortschritt und der wirtschaftliche Aufstieg der Schwellenländer gehören. Dieser ermögliche einer breiteren Bevölkerungsschicht einen besseren Zugang zur Medizin.
Neben diesen Aussichten habe Fresenius zuletzt aber auch mit seiner Dividendenpolitik überzeugen können. Bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das vierte Quartal und Gesamtjahr 2018 am 20. Februar 2019 habe das Management die 26. Dividendenerhöhung in Folge angekündigt. Für das Geschäftsjahr 2018 solle die Ausschüttung an die Anteilseigner um 7 Prozent auf 0,80 Euro je Aktie ansteigen. Darüber hinaus sei 2018 für Fresenius bereits das 15. Rekordjahr in Folge gewesen. Die Umsatzerlöse seien um 2 Prozent auf 33,5 Mrd. Euro geklettert. Im Schlussquartal habe das Plus sogar bei 7 Prozent auf 8,8 Mrd. Euro gelegen. Im Gesamtjahr habe das EBIT jedoch mit 4,56 Mrd. Euro um 4 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen.
Der Gewinn habe dagegen um 4 Prozent auf 1,87 Mrd. Euro gesteigert werden können. FMC habe sowohl für die Zeit zwischen Oktober und Dezember als auch für das Gesamtjahr 2018 einen Umsatzrückgang um 3 Prozent auf 4,3 bzw. 16,5 Mrd. Euro vermeldet. Der Nettogewinn sei in 2018 um 1 Prozent auf 1,98 Mrd. Euro gestiegen, während das Plus im Schlussquartal sogar bei 8 Prozent auf 425 Mio. Euro gelegen habe. Besonders erfreulich habe sich der Cashflow entwickelt, sodass der Dialyse-Spezialist seinerseits die 22. Dividendenerhöhung in Folge und ein Aktienrückkaufprogramm habe ausrufen können.
Fresenius und FMC hätten zuletzt einiges von ihrem Glanz der vergangenen Jahre eingebüßt. Zudem könne 2019 als eine Art Übergangsjahr angesehen werden, das vor allem von Sparmaßnahmen und hohen Wachstumsinvestitionen gekennzeichnet sein sollte. Gleichzeitig kämen Fresenius nicht sämtliche Markentwicklungen zugute, wie man im Fall von Helios habe sehen können. Die globalen Trends sollten dem Gesundheitskonzern jedoch auch in Zukunft gute Geschäfte bescheren. Außerdem halte das Management weiterhin Ausschau, um mithilfe einer Übernahme für neuen Schwung zu sorgen.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Fresenius-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 4,41, die Barriere bei 40,05 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,53, Barriere bei 57,45 Euro) auf fallende Kurse der Fresenius-Aktie setzen. (Stand vom 28.02.2019) (01.03.2019/oc/a/d) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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