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WAVE XXL-Optionsscheine auf Fresenius: Ungewohnte Durstrecke - Optionsscheineanalyse


26.10.2018
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen WAVE XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000XM0ESG7/ WKN XM0ESG) sowie einen WAVE XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DS6CDD5/ WKN DS6CDD) der Deutschen Bank auf die Aktie von Fresenius (ISIN DE0005785604/ WKN 578560) vor.

Fresenius habe lange Zeit als Liebling der Anleger am deutschen Aktienmarkt gegolten. Doch nun müsse das Gesundheitsunternehmen mit deutlich mehr Gegenwind fertig werden. Zumindest könnten die Zukunftsaussichten dank einiger wichtiger Trends die Anleger positiv stimmen.

Der DAX-Konzern habe in den vergangenen Jahren Anlegern viel Freude bereitet. Auch dank einer Vielzahl von Übernahmen habe Fresenius stark wachsen können. Die Fresenius-Aktie habe von diesem Wachstum profitiert. Zumal die Zukunftsaussichten rosig erscheinen, so die Experten von X-markets by Deutsche Bank. Das Unternehmen sei im Gesundheitsbereich breit aufgestellt und sollte von Trends wie alternden Gesellschaften, der verbesserten Gesundheitsversorgung in den Schwellenländern und dem generellen medizinischen Fortschritt profitieren.

Auch als attraktiver Dividendenwert habe sich Fresenius in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht. Das Unternehmen habe die Ausschüttung an seine Anteilseigner zuletzt das 25. Jahr in Folge angehoben. Kein Wunder also, dass Nestlé den langjährigen Fresenius-CEO Ulf Mark Schneider abgeworben und ihn mit der Leitung des weltgrößten Nahrungsmittelkonzerns betraut habe. Zuletzt habe Fresenius jedoch immer seltener Erfolge an der Börse feiern können. Und dies habe nicht notwendigerweise etwas mit dem Chefwechsel vor rund zwei Jahren zu tun.


Die Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care (FMC) bereite Fresenius seit geraumer Zeit Kopfzerbrechen. Das Unternehmen habe vor allem mit dem Preisdruck in den USA zu kämpfen. Zudem würden immer weniger Leistungen vom Staat bezuschusst. Zuletzt sei neben einigen weiteren Sonderfaktoren auch die Hyperinflation in Argentinien als Belastungsfaktor hinzugekommen. Dies habe dazu geführt, dass FMC seine Ziele für das Gesamtjahr 2018 am 16. Oktober habe senken müssen. Die Umsätze sollten währungsbereinigt um 2 bis 3 Prozent zulegen, nachdem zuvor ein Plus von 5 bis 7 Prozent in Aussicht gestellt worden sei.

Die Prognose für das Konzernergebniswachstum sei von 13 bis 15 Prozent auf 11 bis 12 Prozent gesenkt worden. Zwar habe Fresenius seine 2018er-Ziele daraufhin bestätigen können, allerdings peile das Unternehmen jeweils nur noch das untere Ende bei der in Aussicht gestellten Umsatz- und Gewinnspanne an. Auf der Umsatzseite liege diese bei einem Wachstum von 5 bis 8 Prozent und beim währungsbereinigten Konzernergebnis bei 6 bis 9 Prozent. Allerdings müsse Fresenius derzeit nicht nur FMC im Blick behalten.

Zwar habe ein US-Gericht am 1. Oktober 2018 entschieden, dass die Absage der geplanten Akorn-Übernahme rechtens sei. Eine von Fresenius eingeleitete, unabhängige Untersuchung habe laut Unternehmensdarstellung unter anderem schwerwiegende Verstöße gegen FDA-Vorgaben zur Datenintegrität beim US-Unternehmen zu Tage gefördert. Allerdings habe Akorn am 18. Oktober mitgeteilt, Berufung gegen das Urteil vom 1. Oktober eingelegt zu haben, sodass der Streit nun weitergehe.

Jahrelang habe die Fresenius-Aktie kaum ein Halten gekannt. Entsprechend dürften viele Anleger einen Einstieg als zu teuer erachtet haben. Die diesjährige Kursschwäche des DAX-Wertes könne jedoch als eine mögliche Einstiegsgelegenheit angesehen werden. Schließlich würden wichtige Trends immer noch für gute Geschäfte in der Zukunft im Gesundheitssektor sprechen.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Fresenius-Aktie erwarten würden, könnten mit dem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 4,53, die Barriere bei 48,05 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit dem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,73; Barriere bei 70,90 Euro) auf fallende Kurse der Fresenius-Aktie setzen. (Stand vom 25.10.2018) (26.10.2018/oc/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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