|
 |
Wave XXL-Optionsscheine auf Netflix: Internationales Geschäft wird immer wichtiger - Optionsscheineanalyse 26.01.2018
X-markets by Deutsche Bank
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DS06RP0/ WKN DS06RP) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DS06S33/ WKN DS06S3) der Deutschen Bank auf die Aktie von Netflix (ISIN US64110L1061/ WKN 552484) vor.
Der Streaming-Dienst Netflix komme immer besser in Schwung. Ein starkes Wachstum bei den Nutzerzahlen, beliebte Eigenproduktionen wie "Stranger Things" und die erfolgreiche internationale Expansion hätten Anlegerfantasien geweckt. Es würden aber auch Gefahren lauern, die für ein böses Erwachen sorgen könnten.
Netflix habe mit seinen neuesten Quartalsergebnissen einmal mehr für Anlegerjubel gesorgt. Nach Bekanntgabe der Geschäftsergebnisse für das vierte Quartal 2017 sei die Aktie des führenden Video-on-Demand-Anbieters auf ein neues Rekordhoch gesprungen. Erstmals überhaupt habe Netflix einen Börsenwert von mehr als 100 Mrd. US-Dollar erreicht. Damit sei die Kursrally der vergangenen Jahre gekrönt worden. Es solle jedoch nicht das letzte Highlight gewesen sein. Das müsse es auch nicht, wenn Netflix weiterhin in der gleichen Weise beeindruckende Zahlen abliefern könne.
Dem Unternehmen kämen derzeit vor allem die steigenden Nutzerzahlen zugute. Zum Ende des vergangenen Jahres seien es laut Unternehmensangaben vom 22. Januar 2018 weltweit rund 117,58 Millionen Netflix-User gewesen. Und es würden immer mehr. Zwischen Oktober und Dezember 2017 seien in den USA 1,98 Millionen neue User hinzugekommen. Im Rest der Welt seien es im gleichen Zeitraum sogar 6,36 Millionen neue Nutzer gewesen. Im laufenden ersten Quartal 2018 sollten laut Unternehmensprognose weltweit noch einmal etwa 6,35 Millionen neue Kunden hinzukommen. Damit zeige sich das Netflix-Management deutlich optimistischer als der Markt. Laut FactSet hätten Analysten zuletzt im Schnitt gerade einmal mit einem Zuwachs von 5,01 Millionen Usern gerechnet.
Die hohe Nutzerzahl mache sich auch in den finanziellen Kennzahlen positiv bemerkbar. Im Schlussquartal 2017 seien die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um 32,6 Prozent auf 3,29 Mrd. US-Dollar geklettert. Für das erste Quartal 2018 habe sich Netflix mit 39,8 Prozent einen noch größeren Zuwachs vorgenommen. Besonders erfreulich aus Unternehmenssicht: Lange Zeit habe man sich außerhalb des US-Heimatmarktes auf das Wachstum konzentriert. Die hohen Investitionen hätten für Verluste gesorgt. Nun habe man auch im internationalen Geschäft Gewinne erzielen können. Trotzdem würden die hohen Kosten ein Risikofaktor bleiben.
Konkurrenten wie Amazon, Apple, Disney oder die Google-Muttergesellschaft Alphabet seien nicht nur sehr ambitioniert, sondern auch finanzkräftig. Um sich abzugrenzen, wolle Netflix weiterhin in Projekte investieren, die in Eigenregie umgesetzt würden. In 2018 sollten bis zu 8 Mrd. US-Dollar in die Produktion eigener Serien und Filme fließen. Dabei würden die finanziellen Risiken steigen, da einzelne Projekte immer aufwendiger und teurer würden. Misserfolge könne man sich kaum noch leisten. Auch das Marketing verschlinge hohe Summen. Ein Grund, warum Netflix in 2018 mit einem negativen Free Cashflow von 3 bis 4 Mrd. US-Dollar rechne. Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe dieser Wert bei minus 2 Mrd. US-Dollar gelegen.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Netflix-Aktie erwarten würden, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (Laufzeit bis zum 19.12.2018) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liege derzeit bei 7,50. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 17,15; Laufzeit bis zum 19.12.2018) auf fallende Kurse der Netflix-Aktie setzen. (Stand vom 25.01.2018) (26.01.2018/oc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|