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Wave XXL-Optionsscheine auf Evotec: Wann springt der Funke über? Optionsscheineanalyse


18.01.2018
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DM31MZ1/ WKN DM31MZ) und einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DM8UYN4/ WKN DM8UYN) der Deutschen Bank auf die Aktie von Evotec (ISIN DE0005664809/ WKN 566480) vor.

Die Evotec-Aktie wird hierzulande auf den verschiedenen Plattformen besonders gerne gehandelt, so die Experten von X-markets by Deutsche Bank. Schließlich werde es mit dem im TecDAX gelisteten Biotechnologiewert fast nie langweilig. Anleger sollten sich auch in Zukunft auf teilweise deutliche Kursbewegungen einstellen.

Die Evotec-Aktie habe ein turbulentes Jahr 2017 erlebt. Auf Jahressicht könne sich das deutliche Kursplus von etwas mehr als 80 Prozent sehen lassen. Es sei jedoch viel mehr drin gewesen. Nach einem steilen Anstieg, der im Herbst des vergangenen Jahres seinen Höhepunkt über der Marke von 22 Euro erreicht habe, sei der Absturz gefolgt. Anders als viele andere deutsche Werte habe die Aktie des Hamburger Biotechnologieunternehmens starke Kursausschläge in beide Richtungen erlebt und auch deshalb zu den beliebtesten Papieren an Plattformen wie Xetra oder Tradegate in einem sonst wenig volatilen Umfeld gehört.

Inzwischen habe sich der Kurs der Evotec-Aktie stabilisiert. Seit Jahresbeginn 2018 stehe ein leichtes Kursplus zu Buche. Allerdings habe dies wenig mit der steilen Kursrally, die das Papier im Vorjahr zeitweise habe hinlegen können, zu tun. Erfolgsmeldungen in Bezug auf Forschungserfolge und neue lukrative Kooperationen mit großen Pharmakonzernen und wichtigen Forschungseinrichtungen hätten für Anlegerfantasien gesorgt. Hohe Kosten hätten dagegen im Herbst für eine kalte Dusche und die Angst einiger Anleger gesorgt, dass sich Evotec übernehmen könnte. Schließlich lägen Erfolg und Misserfolg in der innovativen Biotechnologiebranche eng beieinander. Wenn die Forschung einmal nicht in die gewünschte Richtung führe, seien die hohen finanziellen Aufwendungen schnell für die Katz gewesen.


Im Fall von Evotec seien es im Vorjahr vor allem zwei Übernahmen und deren Integration gewesen, die die Kosten in die Höhe hätten schießen lassen. Evotec habe Cyprotex (Auftragsforschungsunternehmen aus Großbritannien) und Aptuit (Partnerunternehmen für integrierte Outsourcing-Lösungen in der Wirkstoffforschung und -entwicklung) geschluckt. Laut Unternehmensangaben vom 8. November 2017 seien die Vertriebs- und Verwaltungskosten in den ersten neun Monaten des Jahres um 65 Prozent in die Höhe geschossen. Während einige Anleger mit Sorge auf die Kosten geschaut hätten, verweise man auf Managementseite natürlich viel lieber auf die Wachstumsmöglichkeiten, die solche Übernahmen mit sich bringen würden.

Neben den positiven Wachstumsaussichten habe Evotec zuletzt versucht, mit einigen neuen Erfolgsmeldungen die Stimmung anzuheizen und die Kurse der Evotec-Aktie nach oben zu treiben. Am 1. Dezember habe das Unternehmen verkündet, dass die 2004 gestartete und 2013 beendete Forschungsallianz mit Boehringer Ingelheim einen klinischen Meilenstein erreicht habe, der Umsatzerlöse in Höhe von 2 Mio. Euro auslöse. Der Meilenstein sei für die Überführung einer Substanz zur Behandlung von Atemwegserkrankungen in die klinische Phase-I-Entwicklung erzielt worden.

Am 13. Dezember sei wiederum der Beginn einer Forschungskooperation mit dem Zentrum für Regenerative Therapien der TU Dresden (Center for Regenerative Therapies Dresden, "CRTD") bekannt geworden, die das Ziel habe, neuartige niedermolekulare Kandidaten für Netzhauterkrankungen zu identifizieren. Es bleibe jedoch abzuwarten, ob und wann Evotec Anleger mit solchen Meldungen wieder in Begeisterung versetzen könne.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Evotec-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,58, die Knock-Out-Schwelle bei 10,1830 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 2,86; Knock-Out-Schwelle bei 17,00 Euro) auf fallende Kurse der Evotec-Aktie setzen. (Stand vom 16.01.2018) (18.01.2018/oc/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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