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WAVE XXL-Optionsscheine auf SAP: Licht und Schatten - Optionsscheineanalyse 27.07.2017
X-markets by Deutsche Bank
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen WAVE XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DM2S950/ WKN DM2S95) sowie einen WAVE-XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DM3BZA9/ WKN DM3BZA) der Deutschen Bank auf die SAP-Aktie (ISIN DE0007164600/ WKN 716460) vor.
SAP nehme als Europas größter Softwarekonzern auch im DAX eine Sonderstellung ein. Als einziger Technologietitel könne sich die Aktie der Walldorfer im internationalen Glanz sonnen. Untermauert worden sei dieser wieder einmal mit den jüngsten Quartalszahlen. Aber wo Licht sei, sei auch Schatten.
Nachdem die Aktie im Juni neue Allzeithochs habe markieren können - für einen DAX-Titel eine Seltenheit - sei es mit den Kursen wieder nach unten gegangen. Voller Spannung habe sich der Blick der Anleger auf die Zahlen zum zweiten Quartal gerichtet. Am 20. Juli sei es soweit gewesen. SAP habe dabei in einigen Bereichen überrascht, habe jedoch ebenfalls enttäuscht.
Der Gesamtumsatz sei im zweiten Quartal um 10 Prozent auf 5,78 Mrd. Euro gestiegen. Die Cloud- und Softwareerlöse seien allein betrachtet um 9 Prozent auf 4,76 Mrd. Euro gestiegen. Die Softwareerlöse allein hätten sich um 5 Prozent erhöht und damit das Rekordniveau des zweiten Quartals 2016 übertroffen. SAP-Finanzvorstand Luka Mucic habe sich bei der Zahlenvorlage zufrieden gezeigt: "Wir haben unseren Erfolgskurs mit einem zweistelligen Wachstum beim Gesamtumsatz fortgesetzt. Unsere Wachstumsrate bei den Cloud- und Softwareerlösen im ersten Halbjahr liegt am oberen Ende unseres Ausblicks für das Gesamtjahr".
So positiv die Umsatzentwicklung auch gewesen sei, unter dem Strich habe die SAP einen Rückgang beim Betriebsergebnis vermelden müssen. So sei das Betriebsergebnis um 27 Prozent auf 926 Mio. Euro gesunken. Das Unternehmen habe die Entwicklung mit einem starken Anstieg der Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen und Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungsprogramme begründet. Der zuletzt stark gestiegene Aktienkurs habe also aufgrund der großen Bedeutung von erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteilen unmittelbare Auswirkungen auf das Ergebnis.
SAP-Vorstandssprecher Bill McDermott habe sich bei der Zahlenvorlage dennoch zufrieden geäußert: "Das starke zweite Quartal der SAP schließt sich an acht Jahre stetiges, profitables Wachstum an. Unsere Erfolgsstrategie wird erneut durch die hohe Nachfrage nach SAP S/4HANA und unserem gesamten Cloud-Portfolio bestätigt. Wir erwarten, dass sich diese Dynamik in der zweiten Jahreshälfte fortsetzt und heben daher zuversichtlich unseren Ausblick für das Gesamtjahr an. Die SAP war nie besser aufgestellt". Die Freude sei berechtigt, denn mit über 6.300 S/4HANA-Kunden laufe das digitale Kerngeschäft weiter sehr gut. Allerdings habe der Anteil besser planbarer Umsätze bei 63 Prozent stagniert.
Im Zuge der weiterhin starken Wachstumsdynamik im Cloud-Geschäft erwarte die SAP, dass die Erlöse aus Cloud-Subskriptionen und Support im Gesamtjahr 2017 in einer Spanne zwischen 3,8 Mrd. Euro und 4,0 Mrd. Euro liegen würden. Im Geschäftsjahr 2016 habe die SAP hier noch 2,99 Mrd. Euro ausgewiesen. Der Gesamtumsatz solle in einer Spanne zwischen 23,3 Mrd. Euro und 23,7 Mrd. Euro, nach 22,07 Mrd. Euro im Vorjahr liegen. Beim Betriebsergebnis bleibe die SAP bei ihrer Prognose von einer Spanne zwischen 6,8 Mrd. Euro und 7,0 Mrd. Euro. 2016 habe das Betriebsergebnis bei 6,63 Mrd. Euro gelegen.
Neben dem erhöhten Umsatzausblick habe die SAP aber noch eine zweite positive Ankündigung parat: Aufgrund des starken Cashflows würden die Walldorfer ihre Aktionäre durch einen Aktienrückkauf in Höhe von bis zu 500 Mio. Euro in der zweiten Jahreshälfte am Erfolg der SAP teilhaben lassen wollen.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der SAP-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,19, die Knock-Out-Schwelle bei 64,60 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,27; Knock-Out-Schwelle bei 104,45 Euro) auf fallende Kurse der SAP-Aktie setzen. (Ausgabe vom 26.07.2017) (27.07.2017/oc/a/d)
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