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Wave XXL-Optionsscheine auf Bayer: Zu schön, um wahr zu sein? Optionsscheineanalyse


21.07.2017
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DL90HV8/ WKN DL90HV) wie auch einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DM19RP6/ WKN DM19RP) der Deutschen Bank bezogen auf die Bayer-Aktie (ISIN DE000BAY0017/ WKN BAY001) vor.

Lange Zeit sei es für Bayer scheinbar rund gelaufen. Starke Ergebnisse und die bevorstehende Monsanto-Übernahme hätten für Anlegerfantasien gesorgt. Nun müsse das DAX-Unternehmen beweisen, dass es auch mit Gegenwind fertig werden könne.

Auf der Hauptversammlung am 28. April 2017 sei die Welt für den Chemie- und Pharmakonzern noch in allerbester Ordnung gewesen. Nach einem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2016 habe man auch auf einen starken Jahresauftakt 2017 verweisen können. Das Management habe außerdem darauf verwiesen, dass man bei der Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto inzwischen einen guten Teil der Wegstrecke zurückgelegt habe. Nach der Unterzeichnung der Übernahmevereinbarung im September hätten die Monsanto-Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im Dezember 2016 der Transaktion zugestimmt. Zudem komme Bayer bei der Finanzierung des milliardenschweren Deals und den behördlichen Verfahren zur Genehmigung der Transaktion gut voran.


Allerdings habe die am 30. Juni ausgesprochene Umsatz- und Gewinnwarnung nicht so recht ins positive Bild gepasst. Unerwartet hohe Warenbestände in Brasilien hätten das Ergebnis (EBITDA vor Sondereinflüssen) im Pflanzenschutzgeschäft im Gesamtjahr 2017 einmalig mit 300 bis 400 Mio. Euro belastet. Zusätzliche Ergebnisbelastungen erwarte Bayer aufgrund des verschlechterten Währungsumfeldes. Zudem verlaufe das Geschäft der Division Consumer Health laut Unternehmensangaben schwächer als prognostiziert. Betroffen seien die Jahresprognosen für Umsatz und Ergebnis der Divisionen Crop Science und Consumer Health. Auch auf Konzernebene seien Anpassungen notwendig. Diese sollten mit Aufstellung des Zwischenberichts zum zweiten Quartal am 27. Juli erfolgen.

Nach einem ersten Schock scheinen sich Anleger jedoch relativ schnell mit den eingetrübten Aussichten abgefunden zu haben, so die Experten von X-markets by Deutsche Bank. Zwar habe die Bayer-Aktie zuletzt keinen so steilen Anstieg hinlegen können wie im Frühjahr dieses Jahres, die Erholung laufe jedoch bereits. Ohnehin dürften sich Investoren auf die Zukunft konzentrieren. Dabei spiele Monsanto eine entscheidende Rolle. Mit dem Verkauf weiterer Anteile an die zuletzt so erfolgreiche Tochter Covestro hätten sich die Leverkusener in Sachen Finanzierung noch mehr Luft verschafft. Am 7. Juni habe Bayer mitgeteilt, den direkten Anteil an Covestro von 53,3 Prozent auf 44,8 Prozent reduziert zu haben. Dazu seien 17,25 Millionen Aktien aus Bayer-Besitz zum Preis von 62,25 Euro je Aktie abgegeben worden. Allerdings berge der Monsanto-Deal, selbst wenn er in finanzieller und regulatorischer Hinsicht reibungslos über die Bühne gehen sollte, Risiken.

Hierzulande dürften insbesondere die Diskussionen rund um das Pestizid Glyphosat weitergehen. Darüber hinaus habe Monsanto angesichts seines Umgangs mit Kunden aus der Landwirtschaft nicht nur in Deutschland keinen besonders guten Ruf. Bei Bayer verweise man dagegen auf die enormen Wachstumschancen. Vor allem mit dem Verweis auf die wachsende Weltbevölkerung und den zunehmenden Bedarf an Nahrungsmitteln und die Notwendigkeit, die landwirtschaftliche Produktion zu steigern.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Bayer-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 4,41, die Knock-Out-Schwelle bei 90,65 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 5,80; Knock-Out-Schwelle bei 124,30 Euro) auf fallende Kurse der Bayer-Aktie setzen. (Stand vom 20.07.2017) (21.07.2017/oc/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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