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Wave XXL-Optionsscheine auf Zalando: Online-Modehändler setzt Prioritäten - Optionsscheineanalyse


26.05.2017
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DL9VAA8/ WKN DL9VAA) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DM4CP82/ WKN DM4CP8) der Deutschen Bank auf die Aktie von Zalando (ISIN DE000ZAL1111/ WKN ZAL111) vor.

Der Online-Modehändler Zalando sei auch Anfang 2017 auf Wachstumskurs geblieben. Allerdings hätten sich Investoren davon nicht besonders überzeugt gezeigt. Einige von ihnen würden gerne endlich größere Erfolge auf der Ergebnisseite sehen. Das MDAX-Unternehmen habe es anscheinend jedoch erst einmal auf Wachstum abgesehen. Koste es was es wolle.

Im Schlussquartal 2016 habe Zalando bei den Umsätzen erstmals in einem Dreimonatszeitraum die Milliardengrenze geknackt. Zwischen Januar und März 2017 habe der Online-Modehändler dieses Kunststück nicht wiederholen können, trotzdem sei Zalando auch zu Beginn des neuen Jahres auf Wachstumskurs geblieben. Schließlich habe das Weihnachtsgeschäft in besonderem Maße zu den hohen Umsätzen bei Ende 2016 beigetragen. Laut Unternehmensangaben vom 9. Mai hätten die Umsatzerlöse im ersten Quartal 2017 wiederum gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 23,1 Prozent auf 980,2 Mio. Euro zugelegt. In der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) sei der Umsatz um 17,0 Prozent auf 475,0 Mio. Euro gewachsen, im übrigen Europa um 28,0 Prozent auf 428,3 Mio. Euro.


Während Zalando damit weiterhin auf Wachstumskurs bleibe, würden einige Investoren mit Enttäuschung auf die Ergebnisentwicklung blicken. Möglicherweise ein Grund, warum sich die Zalando-Aktie trotz eines überzeugenden Unternehmenswachstums zuletzt lediglich seitwärts bewegt habe. Aktuell werde im Unternehmen dem Wachstum vieles untergeordnet. Die hohen Investitionen in die Infrastruktur mit Rechen- und Logistikzentren, in das Kundenerlebnis und in das Angebot für Markenpartner würden die Ergebnisse drücken. Auch die anhaltend großzügige Retouren-Politik dürfte nicht gerade förderlich sein. Dass Zalando dank der Investitionen zuletzt ein effizienteres Marketing, begünstigt durch eine starke Markenbekanntheit und einen loyalen Kundenstamm, vorzuweisen gehabt habe, habe Anleger nicht vollständig umstimmen können.

Im ersten Quartal habe das bereinigte Konzern-EBIT bei 20,3 Mio. Euro und damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahrs gelegen. Allerdings sei die entsprechende bereinigte EBIT-Marge von 2,5 auf 2,1 Prozent abgerutscht. Trotz der im Vorjahresvergleich rückläufigen Profitabilität, sei das Management bei der Gesamtjahresprognose geblieben, wonach die bereinigte EBIT-Marge in 2017 zwischen 5,0 und 6,0 Prozent liegen solle. Damit würde der Vorjahreswert von 5,9 Prozent im besten Fall erreicht oder nur ganz knapp übertroffen werden. Die Umsatzerlöse sollten dagegen um 20 bis 25 Prozent (Vorjahr 3,64 Mrd. Euro) gesteigert werden.

Diese Steigerung solle unter anderem dank der inzwischen über 20 Millionen aktiven Kunden erreicht werden. Auch die zunehmende Nutzung mobiler Geräte wie Smartphones sei ein wichtiger Wachstumsfaktor. Es bleibe jedoch die Frage, ob Anleger irgendwann den Umstand ausblenden würden, dass die Gewinne zunächst für mehr Wachstum geopfert werden müssten. Im Fall des großen US-Online-Händlers Amazon hätten Investoren dies seit vielen Jahren verinnerlicht. Würden sie dies auch im Fall von Zalando tun?

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Zalando-Aktie erwarten würden, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 4,15, die Knock-Out-Schwelle bei 34,00 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank, aktueller Hebel 3,04; Knock-Out-Schwelle bei 52,25 Euro) auf fallende Kurse der Zalando-Aktie setzen. (Stand vom 24.05.2017) (26.05.2017/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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