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Wave XXL-Optionsscheine auf Nordex: Die richtige Balance gefunden? Optionsscheineanalyse


10.03.2017
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DM147T1/ WKN DM147T) und einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DM13K38/ WKN DM13K3) der Deutschen Bank auf die Aktie von Nordex (ISIN DE000A0D6554/ WKN A0D655) vor.

Nach dem jüngsten Absturz der Nordex-Aktie würden sich Anleger fragen, ob der TecDAX-Wert das Schlimmste hinter sich habe. Zumindest würden sich dem Windturbinenhersteller angesichts des Vorstoßes der Erneuerbaren Energien genügend Chancen bieten.

Ausflüge in den Bereich Offshore-Windenergie und die internationale Expansion hätten Nordex zwischenzeitlich in die Bredouille gebracht. Ein rigoroses Sparprogramm sowie die Konzentration auf Kernmärkte und -aufgaben hätten für einen erfolgreichen Turnaround gesorgt. In den vergangenen Jahren habe der Windturbinenhersteller mit einer starken Auftragslage überzeugt. Allerdings habe das TecDAX-Unternehmen zuletzt wieder für schlechte Nachrichten gesorgt.

2016 habe die Nordex-Aktie knapp 38 Prozent an Wert verloren. Der Jahreswechsel habe keine Besserung gebracht. Die Anteilscheine seien im bisherigen Jahresverlauf der mit Abstand schwächste Performer im Technologieindex. Schuld daran sei insbesondere der Kurssturz, nachdem das Management am 23. Februar die Ziele für 2017 und 2018 gesenkt habe. Für 2017 habe Nordex Umsatzerlöse von 3,1 bis 3,3 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Ursprünglich habe das Unternehmen knapp 3,35 Mrd. Euro angepeilt. 2018 wolle Nordex 3,4 bis 3,6 Mrd. Euro umsetzen, nachdem zuvor ein Wert zwischen 4,2 und 4,5 Mrd. Euro in Aussicht gestellt worden sei.


Auch auf der Ergebnisseite habe sich Nordex zuletzt ebenfalls weniger optimistisch gezeigt. Die EBITDA-Marge solle im laufenden Geschäftsjahr zwischen 7,8 und 8,2 Prozent liegen. Laut Unternehmensangaben vom 1. März habe diese im Geschäftsjahr 2016 jedoch bereits bei 8,4 Prozent gelegen. Ein Rückschritt also. Die Umsatzerlöse seien unter anderem dank der Übernahme Acciona Windpower (AWP) um 40 Prozent auf 3,4 Mrd. Euro geklettert. Allerdings sei dieser Erfolg mit dem nun für 2017 erwarteten Umsatzrückgang zunichte gemacht worden. Mithilfe der AWP-Übernahme habe Nordex wachsen und den Abstand zum dänischen Marktführer Vestas verkürzen wollen. Daraus werde vorerst wohl nichts. Den nun erwarteten Umsatzrückgang habe das Management mit Projektverschiebungen in einigen Kernmärkten und Verzögerungen beim Markteintritt in Indien erklärt.

Trotz der jüngsten Negativschlagzeilen könnten Anleger inzwischen wieder über einen Einstieg nachdenken. Mit dem jüngsten Kurssturz sei Nordex-Aktie deutlich günstiger geworden. Zudem scheine Donald Trump, zumindest nicht in der Anfangszeit seiner Präsidentschaft, wie befürchtet große Bremsklötze für die Erneuerbaren Energien aufzubauen. Es sei auch noch nichts von einem Ende für das erst im vergangenen Jahr in Kraft getretene Klimaschutzabkommen von Paris zu sehen. Dieses habe sich die Begrenzung der globalen Erderwärmung und die Senkung des Ausstoßes von Treibhausgasen zum Ziel gesetzt. Ein wichtiger Faktor seien dabei Unternehmen wie Nordex, die entsprechende grüne Technologien bereitstellen würden.

Darüber hinaus biete die neue Unternehmenstochter Acciona Windpower einige Möglichkeiten. Insbesondere in ihren Kernmärkten in Südamerika und in den USA. Diese hätten im Gesamtkonzern gegenüber Europa an Gewicht hinzugewonnen. Bereits am 11. Januar habe Nordex mitgeteilt, dass sich der Anteil der Regionen Süd- und Nordamerika am Auftragseingang in 2016 auf rund 34 Prozent (2015: 10 Prozent) erhöht habe, während Europa und Afrika nur noch 65 Prozent zum gesamten Auftragseingang beigetragen hätten (2015: 90 Prozent). Damit habe das Unternehmen eine deutlich bessere Balance hinbekommen.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Nordex-Aktie erwarten würden, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 5,09; die Knock-Out-Schwelle bei 12,15 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,91; Knock-Out-Schwelle bei 15,25 Euro) auf fallende Kurse der Nordex-Aktie setzen. (Stand vom 09.03.2017) (10.03.2017/oc/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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