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Nintendo: Warum Pokémon Go nicht nur die Welt der Online-Spiele durcheinander wirbelt - Optionsscheineanalyse 20.07.2016
X-markets by Deutsche Bank
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen WAVE XXL Call-Optionsschein (ISIN DE000DL54FG9/ WKN DL54FG) und einen WAVE XXL Put-Optionsschein (ISIN DE000DL54FH7/ WKN DL54FH) der Deutschen Bank auf die Nintendo-Aktie (ISIN JP3756600007/ WKN 864009) vor.
Der japanische Online-Spiele-Hersteller Nintendo habe mit dem überraschenden Download-Erfolg des Smartphone-Spiels "Pokémon Go" einen neuen Coup gelandet. Seit der Markteinführung am 6. Juli in den USA stehe auch die Nintendo-Aktie im Fokus der Anleger in aller Welt.
Das Unternehmen aus dem japanischen Kyoto stelle bereits seit den 1970er Jahren Spielekonsolen aller Art her und habe daher bereits mehrfach die Welt der Computerspiele nachhaltig beeinflussen können. Als bedeutendste Entwicklung von Nintendo gelte dabei der 1989 eingeführte "Game Boy". Seit diesem Erfolg sei das Unternehmen, vor allem dank der kontinuierlich weiter entwickelten Konsolensysteme, wie Nintendo DS oder Wii, aus den Kinderzimmern dieser Welt nicht mehr wegzudenken.
Durch den neuen Erfolg von Applikationen auf Smartphones angezogen, habe Nintendo eine entsprechende mobile Form des Nintendo-Klassikers "Pokémon" entwickelt. Dabei fange der Spieler über sein per GPS mit einer virtuellen Spielkarte verbundenes Smartphone virtuelle "Pokémon"-Figuren. Diese Fantasiewesen seien nicht nur aus Videospielen, sondern auch aus animierten Kinofilmen und von Sammelkarten bekannt.
Entscheidend für den Spielerfolg seien nicht nur Anzahl der gesammelten Figuren, sondern auch die Seltenheit der gefundenen "Pokémon". Das besondere an "Pokémon Go" sei die Einbindung von Sehenswürdigkeiten, Wahrzeichen und besonderen Orten der realen Welt im Augmented-Reality-Modus des Online-Spiels. Selbst am Nordpol und in der Antarktis hätten die Entwickler die Spielfiguren platziert.
Das Spiel selbst sei über die beiden am meisten verbreiteten Smartphone-Betriebssysteme Android von Alphabet und iOS von Apple kostenlos downloadbar. Einen wirtschaftlichen Nutzen ziehe Nintendo erst durch ebenfalls angebotene In-App-Käufe. Die Spieler könnten so etwa spezielle Kleidungs- und Ausrüstungsgegenstände erwerben.
Der wirtschaftliche Erfolg von "Pokémon Go" lasse sich wenige Tage nach der Einführung noch nicht beziffern. Das Spiel stelle jedoch für Nintendo einen Neuanfang dar, denn bislang habe das Unternehmen vorrangig durch den Verkauf von spezieller Hardware und entsprechender Spiele-Software seine Umsätze erzielt. Bei "Pokémon Go" werde das Basisspiel, wie üblich im Mobile Gaming-Sektor, jedoch verschenkt. Umsatzerlöse würden erst durch Intensivspieler und deren In-App-Käufe generiert.
Nintendo habe im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/16 mit 504 Mrd. JPY rund 8 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr (Quelle: Thomson Reuters) erzielt. Der Nettogewinn sei sogar um 60 Prozent auf 16,5 Mrd. JPY eingebrochen (Quelle: Thomson Reuters). In der Folge sei die Dividende auf Jahressicht von 180 JPY auf 150 JPY reduziert worden(Quelle: Thomson Reuters). Ein Erfolg von "Pokémon Go" werde also seitens der Nintendo-Aktionäre gerne gesehen.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Nintendo-Aktie erwarten würden, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 2,65, die Knock-Out-Schwelle bei 24.200 JPY. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 2,82; Knock-Out-Schwelle bei 36.000 JPY) auf fallende Kurse der Nintendo-Aktie setzen. (Stand vom 19.07.2016) (20.07.2016/oc/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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