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Wave XXL-Optionsscheine auf SAP: Der Vorstoß in die Cloud rechnet sich früher als gedacht - Optionsscheineanalyse


20.10.2015
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DX1LJX5/ WKN DX1LJX) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000XM2CUR0/ WKN XM2CUR) der Deutschen Bank auf die Aktie von SAP (ISIN DE0007164600/ WKN 716460) vor.

Das Cloud-Geschäft habe im dritten Quartal 2015 lediglich 12 Prozent zu den SAP-Umsatzerlösen beigetragen. Dafür habe das Wachstum im noch relativ kleinen Bereich Cloud-Subskriptionen und -Support umso mehr überzeugt. Trotz der für dieses Wachstum notwendigen Investitionen habe Europas größter Softwarekonzern insgesamt auf der Ergebnisseite aber überzeugen können. Das lege den Schluss nahe, dass sich der Vorstoß in die Wolke mit milliardenschweren Übernahmen und Investitionen früher als erwartet rechnen könnte - und somit auch für einen SAP-Investor.

Zwischen Juli und September erlöse SAP im Bereich Cloud 600 Mio. Euro, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 116 Prozent. Dies hätten die Walldorfer bei der Bekanntgabe der vorläufigen Ergebnisse für das dritte Quartal am 13. Oktober mitgeteilt. Rund 149 Mio. Euro seien bei den Cloud-Umsätzen von Concur gekommen. SAP habe den US-Spezialisten für Programme zum Organisieren und Abrechnen von Dienstreisen für 6,2 Mrd. Euro übernommen. Auf Unternehmensseite erhoffe man sich mit der größten Übernahme der Firmengeschichte Impulse für das Geschäft mit der Datenwolke und letztlich Vorteile im Kampf um Marktanteile gegenüber Konkurrenten wie Salesforce.com oder Oracle.

Neben dem Cloud-Geschäft hätten sich zuletzt aber auch die Zuwächse bei den traditionellen Softwarelizenzen erfreulich entwickelt. Zudem habe SAP von positiven Wechselkurseffekten profitiert. Die konzernweiten Umsatzerlöse seien um 17 Prozent (währungsbereinigt: +10 Prozent) auf 4,98 Mrd. Euro geklettert. Das bereinigte Betriebsergebnis sei sogar um 19 Prozent auf 1,62 Mrd. Euro gesteigert worden. Im Rahmen der Zahlenbekanntgabe habe SAP-Finanzvorstand Luka Mucic gesagt, dass der deutliche Anstieg des Betriebsergebnisses den anhaltenden Erfolg beim Übergang zum neuen Geschäftsmodell sowie die zunehmende Profitabilität der Cloud-Angebote reflektieren würde.


Angesichts des positiven Geschäftsverlaufs im dritten Quartal habe SAP die Ziele für das Gesamtjahr 2015 bestätigen können. Demnach sollten die Cloud-Umsätze um 77 bis 86 Prozent auf 1,95 bis 2,05 Mrd. Euro steigen. Das bereinigte Betriebsergebnis solle wiederum bei 5,6 bis 5,9 Mrd. Euro liegen. Das würde im schlechtesten Fall einem leichten Rückgang um 0,7 Prozent und im besten Fall einem Plus von 4,6 Prozent entsprechen.

SAP habe im dritten Quartal sowohl in Sachen Cloud-Wachstum als auch bei der Profitabilität auf Konzernebene überraschend gut abschneiden können. Allerdings bleibe abzuwarten, wie Anleger reagieren würden, wenn die hohen Kosten des Wachstums doch wieder einmal auf die Ergebnisse drücken würden.

Zudem habe das DAX-Unternehmen zuletzt einige Schwächen in den Schwellenländern zu spüren bekommen. Diese seien noch durch starke Geschäfte in der Cloud und in den Industriestaaten wettgemacht worden. In jüngster Zeit hätten aber auch die Konjunkturrisiken in Europa und in den USA zugenommen. Darüber hinaus bleibe der Konkurrenzkampf im Cloud-Geschäft extrem hart. Schließlich wollten alle Technologiekonzerne dieser Welt mit Rang und Namen eine führende Position auf diesem Zukunftsmarkt.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der SAP-Aktie erwarten würden, könnten mit dem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,48, die Knock-Out-Schwelle bei 49,55 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit dem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 2,99; Knock-Out-Schwelle bei 83,20 Euro) auf fallende Kurse der SAP-Aktie setzen. (Stand vom 19.10.2015) (20.10.2015/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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