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WAVE Unlimited Call-Optionsschein auf Nordex: Übernahme-Schachzug - Optionsscheineanalyse 08.10.2015
ZertifikateJournal
Schwarzach am Main (www.optionsscheinecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" nehmen in ihrer aktuellen Ausgabe den WAVE Unlimited Call-Optionsschein (Open End) (ISIN DE000XM05EZ0/ WKN XM05EZ) der Deutschen Bank auf die Nordex-Aktie (ISIN DE000A0D6554/ WKN A0D655) unter die Lupe.
Nordex sei eine der erfolgreichsten Turnaround-Storys der vergangenen Jahre. 2012 habe Ex-Chef Jürgen Zeschky dem unter Überkapazitäten und dem Preisverfall leidenden Konzern radikale Kostensenkungen verpasst und Fertigungen in China und den USA geschlossen. Unter seiner Führung habe sich der Konzern auf sein Kerngeschäft mit Onshore-Windanlagen konzentriert. Aus dem teuren Offshore-Geschäft - Windräder auf hoher See - habe sich Nordex zurückgezogen.
Heute würden die Hamburger zu den weltweit führenden Anbietern von Windenergieanlagen zählen, wobei die Kernkompetenz in der Planung und dem Engineering großer Anlagen liege. Außerdem sei das Unternehmen an der Projektentwicklung von Windparks beteiligt. Die Neuausrichtung schlage sich in den Zahlen eindrucksvoll nieder, denn die Auftragslage floriere: Zum Halbjahr habe Nordex Orders im Wert von 1,8 Mrd. Euro in den Büchern stehen gehabt. Daher habe der Konzern die 2015er-Prognose angehoben und wolle jetzt einen Umsatz von 2,0 bis 2,2 statt 1,9 bis 2,1 Mrd. Euro erreichen. Die operative Marge solle bei 5,0 bis 6,0 Prozent landen.
Nach der gelungenen Restrukturierung habe Zeschky im Mai seinen Vorstandsvorsitz an Lars Bondo Krogsgaard abgetreten. Der blase nun zum Angriff: Für 785 Mio. Euro übernehme Nordex den spanischen Konkurrenten Acciona Windpower. Die beiden Unternehmen hätten sich ergänzt, habe Krogsgaard gesagt. Durch den Zusammenschluss entstehe ein globaler Konzern, der Schwankungen in einzelnen Märkten besser ausgleichen könne. Nordex sei in Europa stark und mit seinen Turbinen vor allem auf kleine bis mittelgroße Windparks ausgerichtet.
Acciona konzentriere sich auf Großprojekte in Nord- und Südamerika sowie die Schwellenländer. Der Baranteil der Transaktion belaufe sich auf 366,4 Mio. Euro. Zudem würden 16,1 Mio. neue Aktien zu je 26 Euro ausgegeben, die der spanische Baukonzern Acciona erhalte. Dieser erwerbe im Zuge der Transaktion zudem Anteile vom bisherigen Großaktionär Skion/Momentum. Am Ende sollten die Spanier 29,9 Prozent der Nordex-Aktien halten. Für die kommenden drei Jahre hätten sich die Spanier verpflichtet, ihren Anteil nicht weiter auszubauen. " Was danach passiert, bleibt abzuwarten", habe Nordex-Finanzchef Bernard Schäferbarthold gesagt.
An der Börse sei der Übernahme-Schachzug gut angekommen. Die Nordex-Aktie habe mit einem großen Kurssprung reagiert. Da ein Ende des Aufwärtstrends nicht in Sicht ist, sollten Anleger im Wave-Call der Deutschen Bank aus Ausgabe 26/2015 weiter engagiert bleiben, so die Experten vom " ZertifikateJournal". (Ausgabe 39/2015) (08.10.2015/oc/a/t) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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