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Wave XXL-Optionsscheine auf Bayer: Hält das Stimmungshoch? Optionsscheineanalyse 24.09.2014
X-markets by Deutsche Bank
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DT6JHB4/ WKN DT6JHB) und einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DT62HR8/ WKN DT62HR) der Deutschen Bank auf die Aktie von Bayer (ISIN DE000BAY0017/ WKN BAY001) vor.
Mit der Ankündigung, die MaterialScience-Sparte abzuspalten und als eigenständiges Unternehmen an die Börse zu bringen, habe Bayer für wahre Jubelstürme an der Börse gesorgt. Schließlich konzentriere sich der Pharma- und Chemiekonzern damit noch mehr auf die wachstumsstarken Life-Science-Geschäfte, während gleichzeitig ein konjunkturabhängiger Bereich abgestoßen werde.
Am 18. September hätten die Leverkusener die Abspaltungspläne offiziell gemacht, nachdem der Vorstand laut Konzernangaben schon am 2. September entschieden habe, die Sparte an die Börse zu bringen. Dort würden zum Beispiel Polycarbonat oder Vorprodukte für Farben, Lacke, Kleb- und Dichtstoffe produziert. Bereits 2004 habe sich der DAX-Konzern von seiner Spezialchemiesparte über einen Börsengang getrennt. Das daraus entstandene Unternehmen LANXESS sei heute im Leitindex DAX zu finden. Bayer-Chef, Marijn Dekkers, habe in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" vom 21. September bestätigt, dass er auch der abgespaltenen MaterialScience-Sparte einen DAX-Aufstieg zutraue.
Immerhin sei der Bereich 2013 auf pro Forma-Basis auf einen weltweiten Umsatz von über 11 Mrd. Euro gekommen, während dort insgesamt knapp 17.000 Mitarbeiter beschäftigt würden. Ob es bei dem in den kommenden zwölf bis 18 Monaten geplanten Börsengang zu einem so genannten Spin-Off komme, bei dem die Aktien des neuen Unternehmens an die bisherigen Anteilseigner verteilt würden, oder ob die Papiere öffentlich angeboten würden, mache Dekkers von den jeweils herrschenden Bedingungen an den Finanzmärkten abhängig.
Bayer setze nun also voll auf die beiden Life-Science-Sparten HealthCare und CropScience. Diese seien laut Konzernangaben schon heute für etwa 70 Prozent des Umsatzes und sogar 88 Prozent des bereinigten EBITDA verantwortlich. Dabei habe Bayer zuletzt ganz besonders mit Medikamenten wie dem Schlaganfall- und Thrombosemittel Xeralto, dem Augenmittel Eylea oder den Krebsmedikamenten Stivarga und Xofigo von sich reden gemacht. Wie der Konzern am 22. September mitgeteilt habe, habe man sich nun in Japan über eine weitere Zulassung von Eylea freuen können. Zudem übernehme Bayer die Sparte für rezeptfreie Medikamente des US-Pharmakonzerns Merck & Co. Auf diese Weise profitiere das Unternehmen von den Wachstumschancen auf dem US-Markt. Gleichzeitig gelte das Geschäft als relativ krisensicher.
Allerdings werde es möglicherweise noch eine Weile dauern, bis sich die Übernahme auszahle. Schließlich sei es mit einem Kaufpreis von 14,2 Mrd. US-Dollar die zweitgrößte Übernahme der Firmengeschichte. Dagegen könnte die jüngste Entwicklung an den Devisenmärkten für etwas Erleichterung sorgen, nachdem das Unternehmen bei der Präsentation der Halbjahresergebnisse 2014 am 30. Juli wegen des starken Euro bei der Gesamtjahresprognose vorsichtig geblieben sei. Es bleibe jedoch abzuwarten, wieviel Luft nach oben beim Bayer-Aktienkurs geblieben sei. Immerhin habe dank der zuletzt sehr guten Performance ein neues Allzeithoch zu Buche gestanden. Möglicherweise seien die guten Aussichten bereits zu einem großen Teil eingepreist.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Bayer-Aktie erwarten würden, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,34, die Knock-Out-Schwelle bei 83,00 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,47; Knock-Out-Schwelle bei 137,75 Euro) auf fallende Kurse der Bayer-Aktie setzen. (Stand vom 23.09.2014) (24.09.2014/oc/a/d) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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