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Wave XXL-Optionsscheine auf Nordex: Nicht zu früh abschreiben - Optionsscheineanalyse


27.08.2014
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DT4F2J6/ WKN DT4F2J) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DT5PHF4/ WKN DT5PHF) der Deutschen Bank auf die Nordex-Aktie (ISIN DE000A0D6554/ WKN A0D655) vor.

Im Fall von Nordex würden sich Investoren weiterhin fragen, ob das enttäuschende zweite Quartal schon das Ende des jüngsten Erfolgskurses beim Hamburger Windturbinenhersteller darstelle oder ob es sich nur um einen Ausrutscher und damit eine günstige Einstiegsgelegenheit handele.

Bei der Präsentation der Ergebnisse für das erste Halbjahr 2014 vom 14. August sei Nordex ein wenig das Opfer der Erwartungen geworden, für die man zu Jahresbeginn selbst gesorgt habe. Immerhin hätten die Umsatzerlöse im Auftaktquartal gegenüber dem Vorjahr um 64 Prozent gesteigert werden können.

Gleichzeitig habe die gute Auftragslage für eine Prognoseanhebung für das Gesamtjahr gesorgt. Doch die teilweise heftigen Kursreaktionen auf die jüngsten Zahlen würden zeigen, dass man sich auf Anlegerseite wesentlich mehr erhofft habe. Im zweiten Quartal sei sogar im Vorjahresvergleich ein Umsatzrückgang um knapp 3 Prozent ausgewiesen worden. Zwischen Januar und Juni habe jedoch immer noch ein beachtliches Plus von etwa 23 Prozent auf 815,4 Mio. Euro zu Buche gestanden.

Außerdem sei das operative Ergebnis EBIT um 147 Prozent auf 37,1 Mio. Euro nach oben geschraubt worden. Damit habe auch die EBIT-Marge deutlich von 2,2 Prozent im Vorjahr auf 4,5 Prozent gesteigert werden können. Die Ergebnisverbesserungen habe Nordex einmal mehr den konzernweiten Sparanstrengungen zu verdanken gehabt. Der Nettogewinn sei wiederum von 1,3 auf 16,5 Mio. Euro gestiegen.


Zudem habe der Auftragseingang von 839,4 Mio. Euro im Vorjahr auf nun 908,9 Mio. Euro (plus 8 Prozent) gesteigert werden können. Allerdings sei dieser Wert im ersten Quartal noch um 71 Prozent regelrecht in die Höhe geschossen. Bei den neuen Aufträgen habe der TecDAX-Konzern insbesondere von der erfreulichen Nachfrage in Europa profitiert. Auch deshalb seien die Jahresziele bestätigt worden. Demnach sollten die Umsätze bei 1,5 bis 1,6 Mrd. Euro liegen, während die EBIT-Marge 4,0 bis 5,0 Prozent betragen solle.

Zudem falle die Betrachtung relativ kurzfristig aus, wenn man als Anleger seine Investitionsentscheidung bezüglich Nordex lediglich vom relativ schwachen zweiten Quartal abhängig mache. Immerhin habe das Unternehmen noch eine ganze Menge vor. Wie die mittelfristigen Ziele genau aussehen würden, möchte Konzernchef Jürgen Zeschky am 24. September im Rahmen eines "Capital-Markets-Days" erläutern.

Zudem habe Nordex bereits am 21. Juli den Grundstein für den Ausbau und die Modernisierung der Rotorblattproduktion am Rostocker Standort gelegt. Zukünftig möchte man sich auf die Fertigung von größer dimensionierten und gleichzeitig noch rentableren Windanlagen konzentrieren. Dazu investiere das Unternehmen bis 2016 insgesamt rund 50 Mio. Euro. Dabei habe im Vorjahr gerade das Geschäft mit überdurchschnittlich großen Rotoren ein starkes Wachstum von 33 Prozent aufgewiesen.

Daneben stoße Nordex in weitere vielversprechende Märkte vor. Wie Zeschky in einem Interview mit der "Welt am Sonntag" vom 17. August bestätigt habe, gehöre dazu vor allem Afrika, während man sich aus China angesichts der Bevorzugung heimischer Hersteller durch die Zentralregierung zurückgezogen habe.

Gleichzeitig stelle selbst der heimische deutsche Markt noch viele Chancen bereit. Zwar würden Nordex die Subventionskürzungen für Windenergieanlagen an Land zu schaffen machen, allerdings sehe man hierzulande das so genannte Repowering als einen wichtigen Wachstumsfaktor an, sodass auch die Nordex-Aktie Investoren trotz der jüngsten Turbulenzen mittelfristig wieder mehr Freude bereiten könnte.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Nordex-Aktie erwarten würden, könnten mit dem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,01, die Knock-Out-Schwelle bei 10,55 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit dem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,83; Knock-Out-Schwelle bei 16,15 Euro) auf fallende Kurse der Nordex-Aktie setzen. (Stand vom 26.08.2014) (27.08.2014/oc/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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