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Optionsscheine auf Nintendo Investmentidee: Wird neue Konsole die Wende bringen? 18.12.2012
Bank Vontobel Europe AG
München (www.optionsscheinecheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von Nintendo (ISIN JP3756600007 / WKN 864009) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Optionsscheinen von dieser Einschätzung profitieren können.
Nintendo sei einer der größten Hersteller von Videospielen und Spielkonsolen. Bekannt worden sei das japanische Unternehmen vor allem durch die tragbare Konsole "Gameboy" und verschiedene Spielserien mit Charakteren wie Super Mario oder Donkey Kong. Als das Unternehmen im Jahre 1889 gegründet worden sei, sei an Videospiele jedoch noch nicht zu denken gewesen. Damals habe die Nintendo Co Ltd. zu Beginn ausschließlich japanische Spielkarten hergestellt. In den 1970ern, als technologiebedingt der Markt für Videospiele sich zu entwickeln begonnen habe, habe sich das Unternehmen schließlich der Herstellung von Konsolen und entsprechender Spiele gewidmet. Heute betreibe das Unternehmen, das seinen Hauptsitz im japanischen Kyoto habe, Zweigstellen in den USA und Europa und beschäftige insgesamt mehr als 4.500 Mitarbeiter.
Im vergangenen Jahr habe Nintendo umgerechnet einen Umsatz von rund 7,9 Mrd. USD erwirtschaftet und einen operativen Verlust von etwa 455 Mio. USD verbuchen müssen. Das Unternehmen sei damit zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder rote Zahlen geschrieben. Diese hätten sich auch auf den Aktienkurs ausgewirkt, welcher im vergangenen Jahr rund ein fünftel seines Wertes habe einbüßen müssen. Der Grund für das Ergebnis seien unter anderem zunächst preisbedingt schleppende Absatzzahlen der tragbaren Konsole "3DS" gewesen, welche nach einer Preisreduzierung jedoch hätten zulegen können. Hinzu sei ein gegenüber dem Euro und dem US-Dollar starker Yen gekommen.
Nun könnte eine neue Konsole Hoffnung auf einen Weg aus der Krise bringen. Die Neuerscheinung heiße Wii U und ist der Nachfolger der Konsole Wii, welche in 2006 erschienen sei. Letztere habe vor sechs Jahren das Videospielerlebnis für Zuhause revolutioniert. Die Steuerung der Aktionen im Spiel sei nämlich auf das Bedienen weniger Tasten reduziert worden und dafür habe das Gerät Bewegungen der Spieler durch einen neuartigen Bewegungssensor erkannt. Damit habe Nintendo damals erreicht, dass neben eingefleischten Zockern nun auch Gelegenheitsspieler angesprochen worden seien. Die ganze Familie habe mitspielen können.
Darüber hinaus habe die Erweiterung Wii Fit das Wohnzimmer zur Sportstätte gemacht. Der Nutzer verwende dabei den Platz vor dem TV-Gerät ähnlich wie früher bei "Telegym" für Gymnastikübungen und andere Sportarten. Damit habe das Unternehmen mit der Wii laut eigenen Aussagen bewusst ein differenziertes Produkt auf den Markt gebracht, welches nicht in direkter Konkurrenz mit Konsolen anderer Hersteller wie der Sony Playstation oder Microsoft Xbox stehen solle. Mit der neuen Konsole Wii U solle nun ein weiterentwickeltes Produkt auf dem Markt erschienen sein. Die entsprechende Wii Fit U–Version werde es dann in 2013 auch geben.
Die Meinungen der Analysten darüber, ob Nintendo mithilfe der neuen Konsole wieder erhöhte Umsatzzahlen, oder besser noch, operative Gewinne erwirtschaften können werde, seien verschieden. Der Markt für Videospiele sei laut Statistiken im Zeitraum von April bis September dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 11% gewachsen. Zudem würden die Wettbewerber Sony und Microsoft mit ihren neuen Konsolen wohl erst im Winter nächsten Jahres auffahren. Dies könnte ein Vorteil für Nintendo sein, wenn die Konsumenten nicht so lange warten möchten.
Darüber hinaus schien der Verkaufsstart der Wii U in den USA im vergangenen Monat mit rund 425.000 verkauften Einheiten innerhalb einer Woche gut gelaufen zu sein, so die Analysten der Bank Vontobel Europe AG. Die Regale seien Medienberichten zufolge relativ schnell leer gewesen. Allerdings sei im vergangenen Gesamtmonat Microsoft mit 1,26 Mio. Einheiten seiner vor sieben Jahren erschienenen Konsole "Xbox 360" erneut die Nummer eins unter den Herstellern gewesen.
Hierbei sollte man jedoch beachten, dass Nintendo und Co. an ihren Konsolen meist kein Geld verdienen würden und diese Geräte im Bereich der Herstellungskosten verkauft würden. Das meiste Geld würden die Spiele bringen, welche der Konsument zur Konsole hinzukaufe. Doch auch im Softwareverkauf habe Microsoft mit einem Marktanteil von rund 50% im vergangenen Monat die Nase vorn gehabt. Demnach bleibe abzuwarten, wie sich für Nintendo die Verkaufszahlen im Softwarebereich entwickeln würden und ob die neue Konsole die Softwareumsätze ankurbeln könne.
Bezüglich der Videospiele würden einige Analysten zudem das Spieleangebot auf Smartphones und Tablet PCs als ernstzunehmende Konkurrenz für Nintendo sehen. Der Konsolenhersteller sollte daher den Konsumenten idealerweise ein Produkt bieten, was mehr könne als die Angebote der Wettbewerber. Die Frage würde lauten, ob es Nintendo schaffen könne, dass der Kunde bereit sei, sowohl für seine Hardware als auch Software einen hohen Preis zu bezahlen. Mit "Nintendo TVii", eine Funktion, mit der auch die Koordination und Steuerung des Fernsehprogrammes angenehmer und fortschrittlicher gestaltet werden solle, könnte Nintendo auf diese Frage bereits eine Antwort haben. Es bleibe nun abzuwarten, ob die Funktionen letzten Endes laufen würden wie versprochen.
Für das Ende des Fiskaljahrs, welches im März 2013 ende, plane das Unternehmen jedenfalls, insgesamt 5,5 Mio. Einheiten der neuen Konsole abgesetzt zu haben und 24 Mio. Einheiten an entsprechender Software. Zusammen mit den Verkäufen aus anderen Produkten erwarte man damit einen Umsatz von umgerechnet 9,66 Mrd. USD und einem Betriebsgewinn von 238 Mio. USD.
Anleger sollten beachten, dass die Umsatzzahlen von Nintendo von vielen Einflussfaktoren abhängig seien, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Vor allem der starke Wettbewerb im Spiele- und Tabletmarkt könne zu starken Marktbewegungen führen. Des Weiteren seien vor dem Hintergrund des internationalen Geschäfts Wechselkursrisiken zu beachten und insbesondere, dass die in EUR notierten Produkte den Schwankungen des EUR/JPY-Wechselkurses ausgesetzt seien. Zudem seien vergangene Wertentwicklungen kein Indikator für die Zukunft.
Bei einem aktuellen Kurs von 8.950 JPY würden derzeit 5 Analysten bei Bloomberg die Nintendo-Aktie mit "kaufen" und 12 Analysten mit "halten" bewerten. 4 Analysten würden Nintendo auf "verkaufen" setzen. Das 12-Monats-Kursziel auf Bloomberg liege bei 10.555 JPY.
Eine Investmentidee sei zum Beispiel der Call-Optionsschein (ISIN DE000VT7B022 / WKN VT7B02) auf die Nintendo-Aktie. Dieses sei mit einem Basispreis von 9.000,00 JPY und einem Hebel von 4,45 ausgestattet. Das Bezugsverhältnis betrage 100:1. Der Ausgabetag sei der 11. Dezember 2012, der Bewertungstag sei der 21. Juni 2013. Der aktuelle Kaufpreis betrage 0,10 EUR (Stand: 18.12.2012).
Ebenfalls könnte der Put-Optionsschein (ISIN DE000VT6FCZ0 / WKN VT6FCZ) auf die Nintendo-Aktie interessant sein. Dieses verfüge über einen Basispreis von 9.000,00 JPY und einen Hebel von 3,76. Das Bezugsverhältnis betrage 100:1. Der Ausgabetag sei der 17. September 2012, der Bewertungstag sei der 21. Juni 2013. Der aktuelle Kaufpreis betrage 0,10 EUR (Stand: 18.12.2012).
Die Anleger sollten beachten, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen würden. Die Produkte seien nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall sei ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. der Garantin drohe dem Anleger ein Geldverlust. Darüber hinaus sei der Anleger bei Nicht-Quanto Produkten einem Währungsrisiko ausgesetzt. Anleger sollten zudem beachten, dass es sich bei Optionsscheinen um besonders risikoreiche Instrumente der Vermögensanlage handle. (18.12.2012/oc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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